Reschitza ohne Transitgebühr

Stadtrat beendet diesbezügliche Diskussionen

Freitag, 13. September 2013

Reschitza - Montag fanden im kleinen Sitzungssaal des Reschitzaer Rathauses zum dritten Mal Aussprachen zur Frage des Schwerlasterverkehrs durch die Stadt statt. Bürgermeister Mihai Stepanescu scheiterte einmal mehr mit seiner Forderung, nach dem Beispiel von Karansebesch, eine Transitgebühr einzuheben. Das Hauptargument gegen eine Transitgebühr brachten gleich zu Beginn die Leute des Rathauses und jene von der Kommunalpolizei: Sie hatten an mehreren nach dem Zufallsprinzip festgelegten Stichtagen eine Fahrzeugzählung und Fahrerbefragung vorgenommen und festgestellt, dass Reschitza täglich von 19 bis 62 Schwerlastern durchquert wird in Richtung Anina/Steierdorf – Almăj-Senke und Herkulesbad. Zum Vergleich: Karansebesch wird seit der Sperrung der Umgehungsstraße an der E70/DN6 täglich von durchschnittlich 800-1500 Schwerlastern durchquert.

Die Schlussfolgerung: Der Aufwand, um die 20-60 Schwerlaster zu taxieren, die täglich Reschitza durchqueren, ist viel zu hoch, um diese geringen Zahl zu rechtfertigen. Außerdem haben die Angestellten des Rathauses und die Lokalpolizei festgestellt, dass die Schwerlaster, die Reschitza durchqueren, weniger Ladung haben als jene, die durch Karansebesch fahren, dass also auch die Straßen in Reschitza weniger beansprucht werden. Schlussendlich haben die Teilnehmer jenen Spediteuren widersprochen, die in der ersten Diskussion zu diesem Thema behauptet haben, dass, während Europa, trotz allen Sträubens mancherseits, sich um Annäherung bemüht, die Städte des Banater Berglands durch Durchfahrtsgebühren die Annäherungstendenzen ausbremsen. Trotzdem bleiben die Vertreter der Stadt und auch durchwegs alle Diskussionsteilnehmer bei der Feststellung, dass Reschitza als Priorität eine Umgehungsstraße als Alternative zu den Durchfahrtsrouten durch die Talstadt dringend benötigt. Ob diese über den (fast toten) Industriestandort Mociur verläuft oder durch das Ţerova-Tal, dieses Detail ist nebensächlich. Mit dieser Aussprache hält der Bürgermeister und der Stadtrat – an der Diskussion nahmen viele Stadtratsmitglieder teil – das Thema für abgeschlossen: Reschitza wird keine Durchfahrtsgebühr erheben.

Kommentare zu diesem Artikel

Keine Kommentare

Kommentar hinzufügen

* - Pflichtfeld

*
CAPTCHA-Bild zum Spam-Schutz
Wenn Sie das Wort nicht lesen können, bitte hier klicken.
*
*