Reschitzaer Bürgermeister hofft, dass das Rüstungswerk „Arsenal“ wiederbelebt wird

Freitag, 23. März 2018

Reschitza – 600 neue Arbeitsplätze könnte für Reschitza ein Großauftrag bringen, den das Rüstungswerk Moreni aufgrund eines kürzlich bekanntgegebenen Vertrags mit den Deutschen von Rheinmetall (mit einem Jahresumsatz von sieben Milliarden Euro der größten Rüstungsbetrieb Europas) realisieren wird. Dies die Aussage des Reschitzaer Bürgermeisters Ioan Popa, der sich bisher zweimal in Reschitza mit Vertretern von Rheinmetall und dem Rheinmetall-Vertreter für Rumänien, Martin Rill, zusammengesetzt hat.

Kürzlich gaben das Verteidigungsministerium und das Wirtschaftsministerium bekannt, dass die Verträge mit Rheinmetall unterzeichnet wurden, die noch zur Regierungszeit Mihai Tudoses ausgehandelt worden sind. Vertragsgemäß sollen in Moreni (das bereits einen gepanzerten Truppentransporter - TBT 8x8, der angeblich als „drittbester auf dem europäischen Markt“ eingestuft ist – im Angebot hat) erst mal 600 große gepanzerte Truppentransporter mit einem Drehturm und einer Panzerkanone erzeugt werden, die auch für den Exportmarkt in Frage kommen.

Aufgrund seiner bisherigen Gespräche mit Martin Rill und den Rheinmetall-Vertretern bestünden gute Aussichten, dass der Panzerdrehturm und die Schießanlagen im Reschitzaer Rüstungsbetrieb Arsenal entstehen, der seit anderthalb Jahrzehnten eingemottet ist, sagte Popa. Dazu könnten 600 Neueinstellungen gemacht werden, schätzt Popa.

„Ehrlich gesagt, diese Wiedereröffnung von ‘Arsenal’ ist ein Thema, das mich seit einem halben Jahr beschäftigt“, sagte Popa auf der Pressekonferenz vom vergangenen Montag. „Dazu habe ich mehrere Gespräche mit den Vertretern von Rheinmetall geführt. Nun warten wir aufs Memorandum, das in Bukarest unterzeichnet wurde zwischen Verteidigungsministerium und Rheinmetall, worauf das Projekt in normalen Bahnen laufen wird, mit Vorbereitungs- und Ausbildungsphase usw. Beim Verteidigungsministerium ist ‘Arsenal’ eine feste Größe. Deshalb rechne ich damit, dass der Drehturm und die Schießvorrichtungen des gepanzerten Transporters – ein 8x8-Fahrzeug, also total geländegängig – in Reschitza erzeugt werden. In der ersten Phase ist der Bau von 486 Fahrzeugen vorgesehen, doch mir gegenüber haben die Vertreter von Rheinmetall versichert, dass die Zahl der Bestellungen viel größer sein wird, weil auch andere Länder an diesem gepanzerten Fahrzeug Interesse haben. Rheinmetall rechne mit Bestellungen für die kommenden 25 Jahre, habe ich mir sagen lassen. Ich hoffe auf einen Erfolg, zumal 600 neue Arbeitsplätze für Reschitza keine Kleinigkeit sind. Meine Hoffnung ist nämlich auch, dass viele der Fachleute, die heute stundenlange Pendlerfahrten zu ihren Arbeitsplätzen in Kauf nehmen, zuhause bleiben, was der Stadt in jeder Hinsicht guttun wird.

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