Reststreit um Stadtratsentscheidung – Immer noch gespalten über Kauf von Bussen

Samstag, 11. März 2017

Reschitza – Nachdem vergangene Woche die PSD-Fraktion im Reschitzaer Stadtrat den Vorschlag von Bürgermeister Ioan Popa abgelehnt hat, „für eine Übergangszeit, bis zum Wiedereinsatz von Straßenbahnen,” gebrauchte Nahverkehrsbusse für rund 2,5 Millionen Euro anzuschaffen, schlagen in den  Sozialen Netzwerken die Nachwehen des Streits der Fraktionen von PSD und PNL weiter Wellen. Wortführer sind der junge PSD-Ratsherr Florin Feraru (der im Stadtrat kaum je den Mund aufmacht) und sein PNL-Kontrahent Hadrian Popescu, ein Unternehmensdirektor.
Die Überlegung von Bürgermeister Ioan Popa (PNL) war, zehn gebrauchte Nahverkehrsbusse (mit Euro 4 und 5) für den als realistisch angesehenen Preis von 2,5 Millionen Euro anzuschaffen, um einsatzfähig zu sein, wenn im August der Vertrag mit dem bisherigen Betreiber, Ro-a-Tir ausläuft, der nicht erneuert wurde. Dies für eine Übergangszeit von mehreren Jahren – so lange, schätzt man, wird der Umbau des mindestens elf km langen Schienennetzes und der Ankauf neuer Straßenbahnen kosten, alles aus EU-Mitteln in Höhe von 25 Millionen Euro. Die PSD-Fraktion hatte sich für eine Fortführung dieses Ro-a-Tir-Vertrags ausgesprochen und die andere Initiative blockiert...

PSD-Ratsherr Feraru greift seither auf Sozialisierungsplattformen alle und jeden an, einschließlich seine früher die Stadt leitenden Parteigenossen (u.a. Ex-Vize Ioan Crina, heute Mitglied im Kreisrat Karasch-Severin – Feraru: „mich interessiert nicht, wer fallen sollte”). Das Irritierende am Ganzen: die PSD hat im Stadtrat dem Beschluss zugestimmt, eine eigene Nahverkehrsfirma der Stadt zu gründen und Straßenbahnen (wieder) einzuführen, mauert aber gegen Übergangslösungen, die unvermeidlich sind. Und Alternativen hat der PSD-Mann keine anzubieten. PNL-Mann Popescu kontert mit dem Beispiel des früheren, heute im Gefängnis sitzenden PSD-Bürgermeisters Mihai Stepanescu: „Der nahm im Namen der Stadt einen Kredit über 15 Millionen Euro auf, um 25 Straßen neu zu asphaltieren. Diesen Kredit zahlen die Reschitzaer in den kommenden 30 Jahren zurück. Der Asphalt aber, den Stepanescu gießen ließ, muss bereits repariert werden, weil dessen Qualität (durch Diebstahl?) verringert wurde. Ist das ökonomischer? Nur ein Idiot kann behaupten, dass ein zehnmal geringerer Kredit, durch den die Busruinen ersetzt werden, die gegenwärtig Reschitza verunsichern, zu kritisieren ist.” Namen nennt Popescu keine, doch jeder in Reschitza weiß, worum es geht. Die PNL-Organisation Reschitza hingegen spricht vom „Asphaltgießen durch der PSD und Stepanescu nahestehende Firmen, was zu Raub führte, den heute, drei Jahre nach dem dubiosen Neuasphaltieren, jeder sich ansehen kann.” Letztendlich gehe es darum, dass die Bürger von Reschitza die Möglichkeit bekommen, „einen anständigen Nahverkehr zu nutzen, als ein gutes Recht, unabhängig davon, wie die frühere Stadtverwaltung das Budget unter schlechtem Asphalt vergraben hat.”





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