Revolution als Geschäft von Millionen Euro

Premier setzt zuständigen Staatssekretär ab

Freitag, 18. November 2016

Bukarest (Mediafax/ADZ) - Die Generalstaatsanwaltschaft hat in den letzten Tagen mehr als 3500 sogenannte Revolutionäre überprüft. Gleichzeitig hat Premier Dacian Cioloş den Staatssekretär für Angelegenheit der Revolutionäre, Adrian Sandu, seines Amtes enthoben, nachdem dieser von der Staatsanwaltschaft vernommen worden war.
Es handelt sich anscheinend um ein Geschäftsnetz, dem die Staatsanwälte nachgehen. Sie behaupten, dass für ein Revolutionärszertifikat zwischen 1000 und 5000 Euro bezahlt wurden, da es große Vorteile mit sich bringt: Eine lebenslange monatliche Zuwendung vom Staat, Grundstücke und Wohnungen oder Geschäftsräume, vorteilhafte Anleihen bei Banken, Steuer- und Gebührenerlass. Die registrierten Revolutionäre erhielten vom Staat jährlich eine Unterstützung von 72 Millionen Euro. Von diesen Empfängern seien 30 Prozent falsche Revolutionäre.

In den anderthalb Jahrzehnten seit der Revolution hat sich die Zahl der Revolutionäre vervielfacht und gegenwärtig 22.000 erreicht.Von diesen erhalten 14.000 eine monatliche Unterstützung von 1800 Lei. Zuerst seien das etwa 3000 gewesen, sodann 7000 und in der Zeit, als Bebe Ivanovici „Chef der Revolutionäre“ war, hätte es 32.000 gültige Revolutionärszertfikate gegeben. Es wird darauf verwiesen, dass die wahren Helden der Revolution von 1989 geehrt werden, aber der Geschäftemacherei müsse ein Riegel vorgeschoben werden.

Kommentare zu diesem Artikel

Manfred, 18.11 2016, 22:31
Nicht die Rumänen, Schorsch,sondern die Anhänger der Initiatoren dieser "Revolution".
Schorsch, 18.11 2016, 14:32
Irgendwie genial... Die Rumänen schaffen es sogar beim revoltieren noch zu bescheißen...
Kritiker, 18.11 2016, 11:08
Welche Revolutionäre?

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