Rezepte, Traditionen, Geschichten

Von Froschschenkeln aus Triebswetter, „Aganciabur“ aus Gherla und tatarischem „Schuberek“ aus der Dobrudscha

Mittwoch, 27. Februar 2019

„Zestre culinară“ von Claudia-Romana Rista

Dass sie Journalistik-Absolventin ist, liest man daran ab, dass sie einen Sinn für die besondere Story hat: Claudia-Romana Rista – online als „fata care gătește cu flori“ („die Frau, die mit Blumen kocht“) bekannt – Kollektionsrezepte aus mehreren Dörfern in Rumänien gesammelt und unter dem Titel „Zestre culinară“ („Kulinarische Mitgift“) herausgebracht. Rezepte von Triebswetter im Kreis Temesch bis Esechioi, im Kreis Konstantza, in der Dobrudscha, hat sie zusammengetragen und dem breiten Publikum dabei mehr als nur diese Sammlung zur Verfügung gestellt: Denn es geht hierbei um die Menschen, bei denen sich die junge Autorin die Rezepte eingeholt hat und um die Geschichten, die sie umranken. Es geht um eine Traditionslese, um Sitten und Bräuche und ums Essen, das verbindet.

Manche Rezepte sind 300 Jahre alt und alle wurden vor Ort bei Mitgliedern verschiedener Gemeinschaften aufgezeichnet und ausprobiert. So haben sie dann den Weg in das Buch geschafft, das nun eine kulinarische Reise durch Rumänien verspricht und in Zusammenarbeit mit einer Ladenkette herausgebracht und an die Leser gebracht wird.

Aus den Rezepten, die Claudia-Romana Rista aufzeichnet, kann man mehrere Drei-Gänge-Menüs auf die Tische zaubern und dabei die Vielfalt der Gastronomie aus Rumänien mitbekommen: So kann man sich zum Beispiel ein Gelage mit Einbrennsuppe nach altem schwäbischem Rezept, mit Schweinebraten „Hagymas Rostelyos“ wie in Rimetea, Kreis Alba und zum Schluss mit einem Dessert, das nur aus gekochten Pflaumen und Maismehl besteht, die sogenannte „pisăliță de prune văratice“ wie sie die Bewohner des Dorfes Nucșoara, Kreis Argeș genießen, vorstellen. Oder eine Suppe nach einem Rezept der Schafshirten aus Muntenien, bei der Rübenblätter in saurer Milch gekocht werden, einem Paprikasch wie im Banat und zum Schluss ein Stück „Somodi“, einem Kuchen nach siebenbürgischem Rezept.

So viele Möglichkeiten, so viele Geschmäcker und so viele glückliche Momente, die man mit Familie und Freunden teilen kann.

 

Kommentare zu diesem Artikel

Keine Kommentare

Kommentar hinzufügen

* - Pflichtfeld

*
CAPTCHA-Bild zum Spam-Schutz
Wenn Sie das Wort nicht lesen können, bitte hier klicken.
*
*