Rhythmische Abstraktionen

Zwei Ausstellungen von Peter Connerth wurden eröffnet

Samstag, 04. Juli 2015

Der Künstler Peter Connerth (Bildmitte) und die beiden Kuratoren Iulia Mesea und Robert Strebeli (rechts vom Künstler).
Foto: Gerold Hermann

Hermannstadt – Gleich zwei Vernissagen von Ausstellungen des 1939 in Hermannstadt/Sibiu geborenen Künstlers Peter Connerth fanden am Donnerstag statt. Im Parterre des Brukenthalpalais werden im Kabinett für Drucke Monotypien gezeigt, in der Galerie für zeitgenössische Kunst (in der Quergasse/Str. Tribunei) sind farbenfrohe, bis zu 2 x 2,5 Meter große Acrylmalereien zu sehen. Beide Vernissagen erfreuten sich der Anwesenheit des Künstlers und eines zahlreichen Publikums.

Offenherzig schilderte Dr. Robert Strebeli, der die beiden Ausstellungen zusammen mit Dr. Iulia Mesea kuratierte, wie die Zusammenarbeit mit Peter Connerth – der seit 1962 in der Schweiz lebt, die Verbindungen zu Siebenbürgen aber nie abgebrochen hat – im Jahr 2014 begonnen hat: Connerth besuchte ihn mit einer Tafel Schweizer Schokolade als Geschenk und einigen Fotos, um eine mögliche Zusammenarbeit zu besprechen. Die entscheidende Etappe war der Aufenthalt Strebelis in Nottwil im Kanton Luzern, als nicht nur die Arbeiten für die Ausstellungen im Atelier Connerths ausgesucht wurden, sondern dieser auch zum „Freund und Mentor“ wurde, was Strebeli nicht zuletzt der langjährigen Lehrtätigkeit von Peter Connerth zuschrieb.

Dr. Iulia Mesea wies bei der Vernissage darauf hin, dass die unter dem Titel „Rhythmische Abstraktionen“ gezeigten Ausstellungen, die bis zum 9. September geöffnet sind, einander ergänzen. Sie hob das außergewöhnliche Gefühl des Künstlers für Farbe hervor, die als Ausdrucksmittel zum Spiegel der Seele des Betrachters wird. Die Kunst werde so zum Energiespender, die Farbe zum Gemälde und keineswegs nur zur einfachen Illustration von Gefühlen. Marie-Louise Soler, ebenfalls in Hermannstadt geborene Kunst-kritikerin in Paris (Arts et Patrimoine) und Familienfreundin Connerths fasste die Elemente zusammen, die das Werk Connerths prägen: Energie, Unruhe, explosiver Charakter eines im Sternzeichen des Krebses Geborenen, Sentimentalität.

Alle ausgestellten Werke werden in den Bestand des Brukenthalmuseums aufgenommen werden. Dr. Dana Hrib, die stellvertretende Museumsleiterin, dankte Peter Connerth für diese wertvolle Spende, die ganz im Sinne von Brukenthal zu sehen ist, der seine Sammlungen der Öffentlichkeit zugänglich machte. Peter Connerth richtete Dankesworte an die am Gelingen der Ausstellungen Beteiligten sowie die Gäste der Vernissagen, von denen einige speziell zu diesem Anlass aus der Schweiz angereist waren. Am Mittwoch hatte eine weitere Ausstellungseröffnung im Franz-Binder-Museum stattgefunden, die in einer Sonderausstellung naive Malerei aus Bali zeigt. Es handelt sich dabei um eine Schenkung von Peter Connerth an das Volkskundemuseum.

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