Ridzi sucht beim Präsidenten um Begnadigung an

Freitag, 29. Mai 2015

Bukarest (ADZ) - Die im Frühjahr wegen Amtsmissbrauchs zu fünf Jahren Haft verurteilte frühere Jugendministerin Monica Iacob Ridzi (PDL, später PP-DD) hat bei Staatschef Klaus Johannis um Begnadigung angesucht. Wie ihr Ehemann Tiberiu am Donnerstag mitteilte, begründete die 38-Jährige ihr Gnadengesuch mit ihren Gesundheitsproblemen sowie der misslichen Lage ihrer beiden Kinder – sie hoffe auf einen Akt der Gnade, um überleben und ihre Kinder, die an der gleichen Erbkrankeit leiden, großziehen zu können. Ridzi, die zurzeit im Krankenhaus der Haftvollzugsanstalt Jilava liegt, leidet u. a. an Trombophilie und Neutropenie und hatte bereits wenige Tage nach Antritt ihrer Haftstrafe verlautbart, dass diese für sie einem Todesurteil gleichkomme.

Kommentare zu diesem Artikel

Manfred, 01.06 2015, 19:08
Ich bin natürlich nicht in der Lage,die Krankheitsgeschichte von Frau Iacob Ridzi zu beurteilen...Sollte es stimmen,das sie so krank ist und das ihr im Gefängniss nicht geholfen werden kann,darf man auch über eine Begnadigung aus humanitären Gründen nachdenken.Eine politische Betätigung gehört natürlich verboten!
alexander, 31.05 2015, 00:52
Die Haftanstalt hat hierfür ein Krankenhaus. Ansonsten sollte gelten: Gleiches Recht für alle. Sehr viele Haftgefangene haben Kinder ... und wenn gar 14 jährige ins Gefängnis gesteckt werden, können Kinder kein Begnadigungsgrund sein.
Trotz der Krankheit konnte Ridzi ein Ministeramt bekleiden.
Sraffa, 30.05 2015, 02:59
Selbstverständlich muß der Staat für die Gesundheit aller Gefangener sorgen, u. a. auch für Frau Ridzi.

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