Roaming-Gebühren innerhalb Rumäniens drastisch gesenkt

Montag, 26. November 2012

Telefonieren oder das Versenden von SMS-Nachrichten aus Rumänien ist teuer – jedenfalls konnte das noch bis zum 1. Juli 2012 behauptet werden. Inzwischen wurden die Gebühren in allen EU-Ländern auf Drängen des EU-Parlaments teilweise drastisch gesenkt. Da sich darunter auch Rumänien befindet, gelten die neuen Kosten für alle Urlauber und Reisende, die sich in dem osteuropäischen Land aufhalten.


Angepasste Roaming-Gebühren im Detail


Roaming war traditionell schon immer teuer. In Ländern außerhalb der EU war dies noch deutlich heftiger zu spüren, innerhalb der Europäischen Union konnten die Preise in der Vergangenheit für das Telefonieren, für SMS-Nachrichten und den Down- und Upload von Daten über das Smartphone immerhin noch als bezahlbar angesehen werden. Doch wirklich günstig für den Verbraucher wurde es nie. Seit dem 1. Juli 2012 gelten nun jedoch neue Preise, die alle drei Kernbereiche der Nutzung des Mobiltelefons abdecken.

• Telefonieren: Bis zum 1. Juli 2012 mussten jeweils 35 Cent pro Minute für abgehende Anrufe bezahlt werden. Dies wurde nun auf 29 Cent gesenkt. Eingehende Anrufe im Ausland kosteten bislang elf Cent pro Minute, inzwischen sind es immerhin nur noch acht Cent.

• SMS-Nachrichten: Während der Empfang kostenlos ist, mussten für das Versenden von SMS-Nachrichten elf Cent pro Stück bezahlt werden. Dieser Preis wurde auf neun Cent pro SMS gesenkt.

• Datentransfer: Je nach Anbieter wurde der Smartphone-Nutzer bis zur Änderung der Roaming-Gebühren um bis zu fünf Euro pro Megabyte erleichtert. Diese, salopp gesagt,Traumpreise müssen nun nicht mehr bezahlt werden, stattdessen liegt eine festgesetzte Obergrenze von maximal 70 Cent pro Megabyte vor.


Konkrete Auswirkungen für Reisende


Diese neuen Gebühren sind natürlich auf den ersten Blick schön und gut, doch wie viel sparen Sie tatsächlich bei der Nutzung des Telefons in Rumänien ein? Nehmen wir dafür an, dass Sie bei der Ankunft in Ihrem Urlaubsland daheim anrufen, um alle Ihnen wichtigen Personen wissen zu lassen, dass Sie gut angekommen sind. Falls das beispielsweise fünf Anrufe sind, welche jeweils zwei Minuten dauern, haben Sie bereits 60 Cent gespart. Weitere fünf versendete SMS-Nachrichten erhöhen die Ersparnis auf 70 Cent. Wenn Sie dann noch zu den Anwendern gehören, die vorher vielleicht vier Euro pro Megabyte an normalem Datentransfer bezahlt haben und Sie möglicherweise auch bei Facebook unterwegs sind oder E-Mails mit Anhang abrufen, können Sie schnell zehn Megabyte Datenverkehr „verbrauchen“ – was die Ersparnis auf runde 34 Euro anhebt. Sie sehen also, dass sich auch eine scheinbar eher sparsame Anpassung der Roaming-Gebühren teilweise drastisch auf Ihre Telefonrechnung auswirken kann. Dies hängt natürlich stark von Ihren Nutzungsgewohnheiten ab, aber ganz ohne die Handynutzung kommen wohl nur wenige Personen aus – auch im Urlaub.


Was bringt die Zukunft?


Neelie Kroes, von Beruf EU-Kommissarin, möchte bis zum Jahr 2015 dafür sorgen, dass das Telefonieren im EU-Ausland zumindest preislich keine Unterschiede mehr zur Nutzung des Mobiltelefons im Inland aufweisen soll. Die Roaming-Gebühren sollen dafür in den kommenden Jahren schrittweise gesenkt werden, bis 2015 ein einheitliches Ziel erreicht ist. Ob es tatsächlich so weit kommt, werden wir in etwa drei Jahren sehen – doch die Zeichen stehen gut.

Quelle: TarifHelfer.de

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