Roma-König Cioabă geht gegen Kinderehen vor

Mittwoch, 26. März 2014

Bukarest (ADZ) - Der selbsternannte König der Roma, Dorin Cioabă, will dem in den Reihen seiner Minderheit weitverbreiteten archaischen Brauch der Kinderehen ein Ende bereiten. Wie Cioabă am Montag bekanntgab, hat der in Hermannstadt ansässige „Stabor“ bzw. traditionelle Gerichtshof der Roma entschieden, dass Roma-Kinder künftig nur noch ab einem Mindestalter von 16 Jahren verehelicht werden dürfen. Zum einen müsse den Kindern „mehr Zeit für die Schule“ eingeräumt werden, zum anderen könnten 16-Jährige, die mit Zustimmung der Eltern bzw. des gesetzlichen Vormundes heiraten, den Bund fürs Leben endlich auch beim Standesamt eingehen, erläuterte Cioabă. Verstöße gegen den Stabor-Beschluss sollen mit dem Ausschluss aus der Gemeinschaft geahndet werden.

Kommentare zu diesem Artikel

Sraffa, 26.03 2014, 19:03
Diese "Kinderehen" sind wohl schon spätestens seit dem Ende des 2. Weltkrieges in Rumänien Null und nichtig und illegal; daß die Roma-Führung sich nun in 2014 von diesen Praktiken verabschiedet ist wohl nur überfällig.

In D ist das Betteln mit Kindern ebenfalls illegal und wird in jeder Gemeinde polizeilich verfolgt; ich wünschte dies wäre in RO ebenfalls so.

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