Romafrage: Eher heikles Thema,als Schengen-Hindernis

Grenzfreies Reisen bleibt für die Rumänen ein Prestigeakt

Donnerstag, 21. März 2013

„Wir sind als Gesellschaft nicht auf Schengen vorbereitet“, sagt die Bankangestellte Roxana Baciu, nachdem erneut Rumänien bei der Schengen-Prüfung durchgefallen ist. Sie sieht es wie viele Bürger in Temeswar sowohl als Frust aber auch mit Verständnis, dass Rumänien vor zwei  Wochen erneut eine Abfuhr aus Brüssel hat hinnehmen müssen. Einen Fahrplan in Richtung grenzfreien Reisens gibt es bisher nicht. Rumänien hofft – wie schon so oft – dass es im Dezember ein leises Ja-Wort gibt.

In Rumänien hat man erneut einen Termin ins Auge gefasst, auch wenn man in Regierungskreisen eine Antwort auf die Schengen-Frage angeblich nicht mehr auf die Prioritätenliste setzen wollte. März 2014 gilt nun als neuester Beitrittstermin. In Rumänien glaubt jedoch kaum jemand, dass Rumänien und Bulgarien in 8-10 Monaten „mehr vorbereitet“ sei auf Schengen, als dies heute der Fall ist. Petru Vela stellt sich die rhetorische Frage, was sich denn „bis Dezember ändern könnte, in Sachen Korruption“. Höchstens, man wolle in der EU ganz einfach Rumänien den Zutritt in den Schengener Raum gewähren und dieses leidliche Thema vom Hals haben, sagt Vela. Genauso sei es doch auch 2007 mit den in vielen Hinsichten von den Auflagen her überforderten Staaten Rumänien und Bulgarien beim EU-Beitritt verlaufen.

Mittlerweile hat auch die Migrationsfrage minder bemittelter Bevölkerungsgruppen nach Westeuropa für Kontroversen im deutschen Parlament gesorgt. Der Vorsitzende des Ausschusses für europäische Angelegenheiten aus dem Bundestag, Gunther Krichbaum (SPD), sagte, der Zugang ausgebildeter Arbeitskräfte dürfe nicht unterbunden werden.

Die Entscheidung zum Thema Schengen müsse unabhängig von der Migration der Roma getroffen werden. „Es kann nicht am Roma-Problem festgemacht werden, ob Rumänien die Schengener-Auflagen erfüllt, oder nicht, sagte der Temescher Kreisratspräsident (PSD), Titu Bojin, unabhängig von der Aussage von Gunther Krichbaum. „Das Roma-Problem und deren Migration ist ein jahrhundertealtes Phänomen und dürfte jetzt nicht für Schengen stehen. Das ist ein europäisches Phänomen, dem man mit Toleranz Abhilfe schaffen muss“, sagt Bojin. „Es sollte uns aus dem Westen klar gesagt werden, wo Nachholbedarf besteht, aber zu Aspekten, die wahrhaftig die Schengen-Frage betreffen“, so der Kreisratspräsident.

Die Vorsitzende der FDP-Gruppe im deutschen Bundestag, Gisela Piltz, hob ihrerseits hervor, dass die Reisefreiheit eines der Grundprinzipien der Europäischen Union ist. Und eben von dieser Reisefreiheit profitieren auch deutsche Arbeitgeber, sagte Piltz. Für den deutschen Unternehmer Peter Hochmuth, der seit Jahren in Rumänien tätig ist, bedeutet die Verweigerung des Schengener Beitritts für Rumänien praktisch „kein großes Hindernis.

Es geht bloß um ein paar Minuten, die man an der Grenze länger verweilen muss“. Andererseits sei es jedoch ein Zeichen, dass die EU-Auflagen nicht erfüllt sind, „dass man in Rumänien mit der Korruption nicht zurechtkommt, aus welchen Gründen auch immer“. Das Problem der Roma und ihrer Migration hat nach Ansicht von Hochmuth mit den Schengen-Beitritt eigentlich nichts zu tun: „Roma können ja mit oder ohne Schengen sowieso ausreisen. Sie haben das gleiche Problem wie ich auch – sie müssen an der Grenze ihre Papiere zeigen“, sagt Hochmuth.

Rumäniens Staatschef Traian Băsescu hat den Beitritt zum Schengener Raum weiterhin auf die Prioritätenliste gesetzt. Nicht nur auf seine eigene Prioritätenliste, sondern auch auf jene von Regierung und Parlament. Das Roma-Problem könne man mit Bildung lösen, sagte Mitte der Woche Băsescu.

Die Roma selbst sind sich über weite Strecken im Unklaren, warum die Schuld auf sie selbst geschoben wird. Die einen sind auf der gleichen Wellenlänge mit Băsescu, und glauben, die Roma bräuchten mehr Bildung, die andere sehen sich frustriert, benachteiligt und ohnehin „Zigeuner“ genannt. Zum Teil wissen sie gar nicht, was „Schengen“ bedeutet und einer brachte es so auf den Punkt, wie viele Bürger Rumäniens es wohl insgeheim vermuten, aber nicht laut aussprechen. „Eine meiner Töchter ist fünf Jahre alt. Soll sie erst nach ´Germany´ reisen dürfen, wenn sie studiert hat“?

Kommentare zu diesem Artikel

Manfred, 27.03 2013, 23:47
Entfernt. Bitte verzichten Sie auf Polemik. Die Redaktion
Norbert, 27.03 2013, 22:56
Entfernt. Bitte verzichten Sie auf Polemik und argumentieren Sie sachlich. Die redaktion
Chris, 25.03 2013, 13:48
@Ottmar - Du bist für mich das Sinnbild eines Rumäniendeutschen. Wenn in RO etwas integrationstechnisch schiefläuft ist das gesellschaftlicher und nicht politischer Natur (so bei den Roma). Politisch gesehen werden den Minderheiten in RO so viele Rechte wie in keinem anderen Staat in Europa zugestanden, evtl sogar zu viele. Ich werde dir auch sagen warum.
Man schaue sich die Deutschen an, sie hatten eigene Schulen, keiner hat sie daran gehindert Ihre Sprache zu sprechen, keine mir bekannten Zwangsintegrationsvorgehensweisen. Das war in Polen oder Russland anders. Dort hatten sie keine eigenen Schulen oder waren sogar im Nachteil, wenn heraus kam, dass sie der deutschen Minderheit angehören. Ebenso gab es klug ausgearbeitete Zwangsintegrationsmaßnahmen (siehe auch Moldauische Sowjetrepublik im Hinblick auf die ethnischen Rumänen). Einfaches Beispiel: Schau mal in Schlesien nach wieviel dort noch daran erinnert, dass dort Deutsche leben oder gar dass das mal D war und dann schau dich mal im Banat um.
In Rumänien ließ man und lässt man die Minderheiten gewähren, was meiner Meinung nach zur Bildung von Parallelgesellschaften führte und das wiederum zum Hass gegenüber der Mehrheitsbevölkerung. In Polen und Russland wurden die Deutschen, wie gesagt, zwangsintegriert, sie fühlten sich eher als Polen oder Russen (bestenfalls mit deutscher Herkunft). Wie viele von den Spätaussiedlern aus diesen Ländern sprechen fehlerfreies deutsch, oder sprechen gar zu Hause deutsch?
Die Deutschen in RO lebten für sich in Ihrer Parallelgesellschaft, manche sprachen nicht einmal richtig rumänisch, ebenfalls wurde auch nur untereinander geheiratet. Die haben sich nicht einmal im Geringsten zum rumänischen Staat verbunden gefühlt. Diese Abkapselung ist meiner Meinung nach die Ursache für den unbegründeten Hass gegenüber RO und den Rumänen, wie auch bei dir zu beobachten. Ich kenne viele Rumäniendeutsche und kaum einer lässt ein gutes Haar an diesem Land (Warum? Jeder hatte Arbeit, ein ordentliches Haus, deutsche Schulen und auch Religionsfreiheit), bei den "Deutschen" aus Polen oder Russland ist das anders, so würden die nie über ihre frühere Heimat sprechen, da sie sich aufgrund der stärkeren (erzwungenen) Integration verbundener fühlen.
Das ist für mich einer der Gründe, warum du hier so unterwegs und es dein einziges Ziel ist, Rumänien zuweilen grundlos zu diffamieren.
Denke mal rational darüber nach (sofern du das kannst).
Manfred, 24.03 2013, 21:38
Wenn ich wie Sie wäre,hätte ich mich schon lange erschossen,Norbert!
Norbert, 24.03 2013, 19:01
Sooo..möchte der Herr Manfred gern mal sein ..wie der liebe Nobbi.klar und deutlich ,ohne angst ..erfolgreich selbstbewußt zielgenau und von denRumänen geliebt..Die RUMÄNEN MÖGEN DURCHSÄTZUNGSSTARKE ,ÜBERZEUGENDE MENSCHEN. der romaniesierte ist ein Zwitter ,er weiß nicht wer er ist. Nimmt das geld der deutschen wohnt in deutschland,und will aber wenn ums arbeiten geht, doch lieber mit seinen rumänischen bauernfreunden gern schnaps saufen. so sind die romaniesierten deutschen
halb rumäne 15 prozent deutsch und 15 prozent ZIGEUNER..SIE HABEN MIT UNS WESTDEUTSCHEN NICHTS GEMEINSAM.
SEIEN SIE FROH DAS MAN SIE AUFGENOMMEN HAT UND HIER IHREN UNTERHALT VERDIENEN.WIR BIETEN VIELEN ASYL ..
Manfred, 24.03 2013, 18:48
00!Frühstück ist Frühstück und Arbeit ist Arbeit-auch wenn Sie selbst das überfordert!Loben Sie sich selbst,das ist das,was Sie einigermaßen beherrschen.
Norbert, 24.03 2013, 17:56
HERR MANFRED ,DAS GUTE IST SCHON MAL DAS SIE IM SIE BLEIBEN. DAS ZWEITE IST DAS SIE FRAGEN WAS SIE DÜRFEN. BEI MIR DÜRFEN NICHTSKÖNNER ALLES SIE UNTERHALTEN MICH HERR MANFRED. DESWEGEN WEITER SCHREIBEN IMMER WEITER...UND SOLLTE EINER HIER SIE AUS DEM FORUM LOBEN ..ICH WERDE MICH FÜR SIE EINSETZEN..DAS DIES NICHT GESCHIEHT.UND IN DER FRÜHSTÜCKSPAUSE AUCH MAL WAS ESSEN.SONST KOMMT IHNEN IHR CHEF NOCH AUF DIE SCHLICHE..DAS SIE SICH IN FOREN WÄHREND DER ARBEITSZEIT AUFHALTEN.
Manfred, 23.03 2013, 18:59
Doppelnull!Auch wenn Ihr deutsch unverständlich ist,darf man jetzt Worte,die Ihnen entflogen sind,nicht mehr benutzen?Geht´s noch dümmer?Ich denke nicht!
Nobert, 23.03 2013, 18:47
Frau Maja sie sind der Wahrheit sehr nahe.Der Herr Ottmar ist der Wahrheit in fast allen Berichten von ihm, die ich las auch sehr nah. Vielleicht gab es in einem Bericht den sie lasen unterschiede. Aber grundsätzlich denke ich sind sie sehr nahe beieinander ,wenn sie mehrere Berichte von HERRN Ottmat lesen.
Nobert, 23.03 2013, 18:43
HERR Manfred sind sie wie ein Zigeuner NICHT IN DER LAGE MAL IHR EIGENEN WÖRTER ZU BENUTZEN.Sie klauen und stehlen hier meine bezeichnungen und Begriffe. Aber sie dürfen das. schwache Leute dürfen das..

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