Romgaz-Anteile früher an der Börse als geplant

Nach jahrelangen Verzögerungen werden 15 Prozent Anteile an der Gasgesellschaft verkauft

Freitag, 18. Oktober 2013

Symbolfoto: sxc.hu

Bukarest (ADZ) - Die Regierung will an diesem Freitag (18. Oktober) auf einer Sondersitzung die Preismarge für den Verkauf von 15 Prozent der Aktien der Gasgesellschaft Romgaz Mediasch festlegen. Damit könnte das Angebot über die Börse bereits früher starten als vorgesehen. Mit dem Internationalen Währungsfonds (IWF) hat Bukarest November für den Börsengang von Romgaz vereinbart. Davor wurde der Verkauf von Romgazanteilen jahrelang verzögert. 85,1 Prozent Anteile an Romgaz hält derzeit der Staat über das Departement für Energie, 14,9 Prozent hält der Fonds Proprietatea. Nach einer gelungenen Transaktion bleiben in Staatsbesitz 70,1 Prozent. Sollte der Verkauf der 15 Anteile mehr als 450 Millionen Euro einbringen, würde das als Erfolg betrachtet, berichtet Mediafax. Ursprünglich hatten die rumänischen Behörden 600 Millionen Euro angepeilt.

Romgaz Mediasch verfügt über 62 Milliarden Kubikmeter sichere Gasreserven, was der aktuellen Produktion für elf Jahre entspricht. Weitere 13,5 Milliarden Kubikmeter Gas gelten als wahrscheinliche Reserven. Ihre Rekordproduktion verzeichnete Romgaz mit knapp 30 Milliarden Kubikmeter im Jahre 1976. 2012 hatte Romgaz einen Anteil von 51,1 Prozent an der einheimischen Gasproduktion, 41,7 Prozent wurden für den Binnenverbrauch geliefert. Gefördert wurden 5,7 Milliarden Kubikmeter. Romgaz fördert landesweit das Erdgas mit 3257 Sonden aus 147 Vorkommen. Ferner betreibt die Gesellschaft 29 Explorationssonden auf neun Gebieten auf dem Festland. Seit 1997 wurden mehr als 70 Gasfelder mit einer kumulierten Produktion von 3,8 Milliarden Kubikmetern entdeckt. In sechs unterirdischen Reservoirs verfügt Romgaz über Speicherkapazitäten von 2,76 Milliarden Kubikmetern und damit über 90 Prozent aller Kapazitäten in Rumänien. Im  Februar 2013 erwarb Romgaz das Heizkraftwerk Iernut mit einer Nennleistung von 800 MW und wurde damit auch zum Stromerzeuger.

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