Romgaz-Börsengang frühestens Ende März 2013

Auch Hidroelectrica später als mit dem IWF vereinbart an die Börse

Samstag, 25. August 2012

Der Verkauf der 15 Prozent Romgaz-Anteile könnten dem rumänischen Staat rund 300 Millionen Euro einbringen.
Foto: romgaz.ro

Bukarest (ADZ) - Der Börsengang des staatlichen Erdgazkonzerns Romgaz SA ist erneut verschoben worden, diesmal bis Ende März 2013. Laut Vereinbarung mit dem Internationalen Währungsfonds (IWF) müssen 15 Prozent der Gasfördergesellschaft über ein öffentliches Angebot an der Bukarester Wertpapierbörse (BVB) privatisiert werden. Die Ausschreibung für die Beratung beim Börsengang hatte das Konsortium, gebildet aus Goldman Sachs, Erste, BCR, Raiffeisen Capital&Invest und Intercapital Invest gewonnen. Mitgeboten hatten zwei weitere Konsortien: JP Morgan, UniCredit CAIB, Alpha Finance und BT Securities sowie Citibank, Société Générale-BRD und ING Bank.

Die Berater legten Romgaz nahe, vor dem Börsengang eine Prüfung und Evaluierung der vorhandenen Gasreserven durchzuführen. Diese Prozedur sollte bis Jahresende abgeschlossen sein.
Der rumänische Staat kontrolliert über das Wirtschaftsministerium 85 Prozent Anteile an Romgaz, die restlichen 15 Prozent hält der Fonds Propietatea. 
Experten gingen Anfang dieses Jahres davon aus, dass der Verkauf der 15 Prozent Romgaz-Anteile dem rumänischen Staat rund 300 Millionen Euro einbringen könnten.

Ursprünglich sollten Romgaz- und Hidroelectrica-Anteile bis Mitte Oktober über die Börse BVB veräußert werden. Das hatte die Regierung mit dem IWF vereinbart. Dieser Termin ist nun endgültig vom Tisch. Im Falle des Stromerzeugers Hidroelectrica sollen nach Abschluss des laufenden Insolvenzverfahrens 10 Prozent Anteile verkauft werden, heißt es in dem jüngsten Memorandum zwischen IWF und Regierung, wie die Nachrichtenagentur Mediafax berichtete.

Im Falle der Erdgastransportgesellschaft Transgaz sollen im September weitere 15 Prozent Anteile über die BVB veräußert werden (ursprünglicher Termin war Juni 2012). Transgaz ist bereits seit 2008 mit 10 Prozent Anteilen an der Börse notiert.

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