Rückblick auf das Jahr 2011

Sitzung des Regionalforums Nordsiebenbürgen fand am 28. April in Baia Mare statt

Donnerstag, 03. Mai 2012

Sathmar - In Neustadt/Baia Mare trafen sich am 28. April die Vorstandsmitglieder des Regionalforums Nordsiebenbürgen. Nach der Begrüßung durch den Vorsitzenden Johann Forstenheizler folgten die Kurzberichte der Vertreter der Kreisforen Maramuresch, Zillenmarkt und Sathmar. Der Bericht von Helene Vodă, Vorsitzende des DFDR Bihor, wurde von Izabella Veibel, Kulturreferentin des Deutschen Forums, vorgelesen. Das Deutsche Forum in Großwardein habe, laut dem Bericht, eine rege Tätigkeit. Es werden viele kulturelle Veranstaltungen und Freizeitprogramme organisiert. Das Friedrich Schiller-Lyzeum in Großwardein würden 269 Schüler besuchen. 

In Neustadt sei das wichtigste Anliegen des Forums die Unterstützung des deutschsprachigen Kindergartens und der deutschen Schulabteilung, sagte die Vorsitzende Klara Sinn. Der Vorstand des Forums sei sehr stolz darauf, dass in diesem Jahr eine Vorschulklasse mit rund 30 Kindern gegründet werde. Walter Übelhart, Vorsitzender des DFDR Maramuresch, teilte die Ergebnisse der Volkszählung mit. In Neustadt gibt es laut Volkszählung 282 Deutsche, in Oberwischau haben sich 650 Personen für Deutsche erklärt und in Sighet und Waroli leben ungefähr 80 Deutschstämmige. Über die Tätigkeit des Kreisforums Zillenmarkt sprach Schulreferentin Anna Dan. Das Deutsche Forum in Zillenmarkt habe die Vorbereitungen für das nächste Schuljahr getroffen. In den Kindergarten seien bereits 35 Kinder, in die erste Klasse 25 Kinder und in die Vorschulklasse 19 Kinder eingeschrieben.

Über die politische Tätigkeit des Regionalforums Nordsiebenbürgen berichtete Johann Forstenheizler. Das Deutsche Forum vertrete die Interessen der deutschen Minderheit in diesem Bereich in der Region Nordsiebenbürgen. „Die Volkszählung wurde gut vorbereitet. Das Deutsche Forum hat die Angehörigen der deutschen Minderheit durch die lokalen Medien erreicht und ihnen erklärt, dass sie sich für Deutsche erklären können, auch wenn ihre Muttersprache Ungarisch ist“, so der Vorsitzende. Forstenheizler fasste auch die Tätigkeit des Kreisforums Sathmar kurz zusammen und erwähnte die im Mai anlässlich der Jubiläumsfeier der Sathmarer Schwaben geplanten Veranstaltungen in Sathmar und in Großkarol. Bei der Vorbereitung der Programme der Jubiläumsfeier hob der Vorsitzende die Verdienste der ifa-Kulturmanagerin Christine Sutoris hervor. 
Cristina Funer, Vorsitzende des DFDR Oberwischau, sprach u. a. das Problem der Aktualisierung der Statuten des DFDR Oberwischau an.

Aus den Berichten der Vertreter der Kreisforen ging hervor, dass im Laufe des vorigen Jahres in allen vier Kreisen des Regionalforums zahlreiche kulturelle Veranstaltungen organisiert wurden. Dazu zählen die Faschings-, Kirchweih- und Erntedankfeste, die Deutschen Kulturtage, Schwabentreffen sowie Jugendbegegnungen.

Über die Vorbereitungen der Kommunalwahlen im Kreis Sathmar sprach Stefan Kaiser, stellvertretender Vorsitzender des Regionalforums Nordsiebenbürgen und Mitglied der politischen Kommission des Kreisforums Sathmar. Die Lokalforen haben Protokolle für eine Zusammenarbeit mit dem Ungarnverband (UDMR) unterschrieben. Es gebe aber auch Ortschaften, wo das Forum mit anderen Parteien Protokolle abgeschlossen habe, so Kaiser.
Gabriela Rist, Mitglied der Schulkommission des Landesforums, stellte die Statistik der Kindergarten- und Schulklassen in Nordsiebenbürgen vor und erwähnte, dass einige Schulklassen, wie zum Beispiel die deutsche Abteilung in Großkarol Mangel an Schulbüchern haben.

Über die Tätigkeit der Wirtschaftskommission des DFDR Nordsiebenbürgen berichtete Josef Hölczli, Leiter der Sathmarer Stiftung für Internationale Zusammenarbeit. Geplant sei das Verputzen der Fassade des Jugendzentrums in Großkarol und der Begegnungsstätte in Sathmar, die Fertigstellung der Mansarde des Jugendzentrums in Großkarol, die Reparatur der Heizung in Trestenburg sowie die Renovierung des Forumshauses in Neustadt. Renovierungsarbeiten sollten auch in Oberwischau, Stanislau, Kalmandi und Großwardein beim Sitz der Foren durchgeführt werden, sagte Hölczli. 
Anschließend wurde die Bilanz der Sathmarer Stiftung von den Vorstandsmitgliedern einstimmig angenommen.

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