Rücktritte von Managern am laufenden Band

Leiter von Staatsunternehmen beklagen „politische Interessen“

Samstag, 20. April 2013

Bukarest (ADZ) - Das mit dem IWF vereinbarte „private Management“ für marode Staatsunternehmen scheint hierzulande zum Scheitern verurteilt: So gab der Vorsitzende des Verwaltungsrates der Güterbahnsparte CFR Marfă, Mustafa Aysun, am Donnerstag seinen Rücktritt bekannt. Der türkische Wirtschafts- und Finanzexperte war vom Transportministerium vor kaum zwei Monaten zum neuen Vorstandsvorsitzenden der CFR Marfă ernannt worden.

Aysuns Rücktritt ist bereits der zweite in dieser Woche: Nachdem das Ressortministerium am Montag den Neuerungsplänen des Verwaltungsrates der Bahngesellschaft CFR SA eine Abfuhr erteilte, warf der im Januar mit dem Management der Bahninfrastruktur beauftragte Grieche Dimitris Sophocleous das Handtuch. Im Unterschied zum türkischen Manager, der sich bisher bedeckt gab, nahm sich Sophocleous indes kein Blatt vor den Mund und beklagte eine stetige Einmischung der politischen Akteure – diese seien ganz „verzweifelt“ ob der Aussicht, die Kontrolle über Staatsunternehmen und damit auch über EU-Gelder zu verlieren.

Ende 2012 hatte der Österreicher Heinrich Vystoupil als erster für einen ähnlichen Eklat gesorgt –  der frischgebackene Tarom-Manager trat kaum eine Woche nach seiner Ernennung zurück.

Kommentare zu diesem Artikel

sraffa, 23.04 2013, 01:41
@Skeptikus : Sie meinten wohl die Bank J. Safra (Schweiz) AG, Genf, die ja nun ein Standbein in Monaco und und daher auch Afrika hat ?!
sraffa, 23.04 2013, 01:34
@Skeptikus : Die "Cliquen" hat PDL und PSD gleichermassen und die Jungs kennen sich alle, kooperieren manchmal und bekämpfen sich. Aber ganz offensichtllich hat die Minderheit der wählenden Bevölkerung ein grösseres Vertrauen in die Ponta-Gruppe als die Basescu-Zöglinge. Man darf nur nicht nachlassen die richtige Richtung zu weisen.
sraffa, 23.04 2013, 01:21
@Skeptikus: Sicherlich machen die Lehrlinge von Herrn Moebius einen guten Job - aber auch diese müssen an kurzer Leine gut beobachtet und geleitet werden - die Boniexzesse und Ihre wirtschaftlichen Folgen stinken immer noch. Ponta ist nun mal der oberste Chef der Exekutive - ich wüsste mit Ausnahme von Isarescu niemand der das erledigen könnte.
Alexander, 23.04 2013, 00:17
Jedes Volk hat den Staat, den es verdient.
Das Jammern der Rumänen ist zwar groß, aber mehr als ein "so ist das eben in Rumänien" bekommen sie nicht zustande.
Und so bewegt sich dann eben das BIP und damit der möglich Durchschnittslohn nur langsam von der Stelle ... selbst Schuld.
Wenn nur das Ausland auf Veränderungen drängt, tut sich eben nicht viel.
Skeptikus, 22.04 2013, 22:54
@sraffa: sorry fuer den Tippfehler - Saffra war und ist ein gelaeufiger Banker Name in Genf...
Skeptikus, 22.04 2013, 22:51
@Saffra - na ja: Sie haben einerseits recht - es braucht einen voellig unabhaengigen Berichtsweg und keine finanziellen Abhaengigkeiten der Manager. Ob dann der Herr Ponta der richtige "Oberchef" ist??? Unabhaengig??? Keine Verpflichtungen zum alten Chef? Der Buecher geschrieben hat im Knast... und dann die ganzen Clicken darum herum seit 1989. Wenn ich heute in Rumaenien, was zu sagen haette politisch wuerde ich folgendes entscheiden zur bestmoeglichen Verwendung des rumaenischen Staatsvermoegens zum Wohle des rumainischen Volkes: gebt das Management der Privatisierung dem Templeton Fund. Die machen das sehr sachlich und professionell --> siehe Wertsteigerung FP!!
Manfred, 22.04 2013, 21:48
@Carlo:Ich glaube,es kommt auch darauf an,wie man etwas sagt.Die Personalpolitik in vielen Sparten verstehe ich auch nicht...In staatlichen Betrieben wird nach dem Parteibuch eingestellt,je nachdem,wer gerade das Ruder in der Hand hält,im Fußball bevorzugen es manche Vereine,drittrklassige Ausländer zu engagieren,die einheimischen Talente spielen unterklassig im Ausland(positives Beispiel ist im Moment Steaua).Manager aus dem Ausland holen?Warum nicht-aber dann bitte die Elite!
Carlo, 22.04 2013, 19:49
@Chris! Beim Thema bleiben! Auch Ihr Beitrag ist etwas unter der Gürtellinie. Doch dies ist ja gerade die Würze für diese Foren!! Der obige Bericht!! . "Rücktritte v. Managern a. l. Band". Ist es nicht möglich, einen korrekten qualifizierten rumänischen Manager zu finden. Keiner in Sicht? Man kann über den Norbert denken wie man will- auch Sie! Tatsache ist doch, Vieles in seinen Beiträgen entspricht der Wahrheit. In manchem würde ich ihm etwas Zurückhaltung
empfehlen.
Chris, 22.04 2013, 16:08
@Norbert - Und dein IQ kann nur an ICD-10 Maßstäben gemessen werden, ich tippe da auf den unteren Rand F70 (hast du ja schon oft genug bewiesen). Auf Basis dieser Erkenntnis bist du ganz sicher nicht an den "deutschen Milliarden" für Rumänien beteiligt, sondern eher wir alle hier an der Finanzierung deines Hartz IV Daseins. D.h. also im Umkehrschluss für mich: Ich habe keine Lust Geld in so einen "Kakatypen" wie dich zu inverstieren, dem nicht einmal ein Job vermittelt werden kann, in dem er Schrauben sortieren darf.
sraffa, 21.04 2013, 22:36
Ich teile die Auffassung von Skeptikus; wesentlich ist jetzt welche Lehre daraus zu ziehen ist : Die neuen Manager sollten alle dem Regierungschef ( in diesem Fall Ponta ) berichten ujnd sich aus der Politadmin. überhaupt nichts sagen lassen : Beispiel in Deutschland : Mehdorn und Schröder !

Ausserdem sind die Ursachen für Rücktritte fesztzustellen und detailliert zu analysieren; das Ganze ist transparent in die Öffentlichkeit und ggü den Staatsanwaltschaften zu berichten.

Ich bin der Meinung man sollte sich inhaltlich mit dem Thema befassen anstatt auf die Provokationen von das Nobbet hereinzufallen.

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