Rückzug aus Abfallbeseitigungsverband

Karansebesch assoziiert sich für 25 Jahre mit einem Privatinvestor / In der ersten Phase erspare sich die Stadt damit die Transportkosten

Montag, 28. Mai 2012

Karansebesch - Schneller und weniger teuer verspricht sich Karansbesch/Caransebeş die Abwicklung seiner Müllentsorgung und -beseitigung zu organisieren, indem sich die Stadt mit einem Privatunternehmen assoziiert. Deshalb hat die Stadtführung beschlossen, sich aus dem Karasch-Severiner Kreisverband für Müllentsorgung Intercom Deşeuri/Ecosal zurückzuziehen und seit Mittwoch auf Beschluss des Stadtrats eigene Wege zu gehen. Der Zusammenschluss mit dem italienischen Investor gilt für 25 Jahre, teilte Bürgermeister Ion Marcel Vela mit.

In der ersten Phase werde der italienische Investor, der über Abfallverarbeitungsanlagen vom Typ ECO 1 verfüge, in der Nähe des Standorts des Automotive-Herstellers TMD ein Gelände von 5000 Quadratmetern kaufen, wo die Abfallsortierungs- und die Müllverbrennungsanlage gebaut werden. Offengehalten hätten sich die Italiener die Möglichkeit, ihre Investition auf 20.000 Quadratmeter auszudehnen.

In der ersten Phase erspare sich die Stadt damit die Transportkosten (Treibstoff und Fahrzeuginstandhaltung sowie Fahrerlöhne) des Haushaltsmülls bis nach Ferdinandsberg/Oţelu Roşu, zudem die Gebühren, die bislang an die Kommune von Ferdinandsberg für die Lagerung des Mülls zu entrichten waren. Mit dem italienischen Investor sei ausgemacht worden, dass dieser, neben den Gebühren und Steuern, die er der Stadt für seine Wirtschaftstätigkeit schuldet, der Stadt auch fünf Prozent seines monatlichen Reingewinns überlässt. Denn durch die Müllverbrennung erzeugen die Italiener Strom und Wärmeenergie, die verkauft wird. Mit dem neuen Assoziierungsvertrag und dem Austritt aus dem Abfallentsorgungsverband des Verwaltungskreises spart die Stadt auch die Mitgliedsgebühr bei Intercom Deşeuri/Ecosal, die gegenwärtig bei zwei Lei pro Einwohner und Jahr liegt. Mit diesem Austritt ist endlich der Dauerstreit beigelegt, den sich Karansebesch mit Intercom Deşeuri/Ecosal leistete bezüglich der Zahl der Einwohner von Karansebesch, für welche die Gebühr zu entrichten war. Denn die Stadtleitung beteuerte in diesem Fall immer wieder, dass sie nur knapp mehr als 20.000 Einwohner habe, während Intercom Deşeuri/Ecosal für rund 30.000 Bewohner die Gebühren einforderte, weil die Stadt einräumt, es gäbe etwa 10.000 Pendler, die täglich in die Unternehmen der Stadt kommen – und die auch Müll produzieren. 

Fakt ist, dass die Volkszählung vom vergangenen Oktober von rund 25.000 Einwohnern der Stadt spricht. Mit diesem Austritt aus Intercom Deşeuri/Ecosal erübrigt sich auch die Fortsetzung des Prozesses, den der Abfallbeseitigungsverband gegen die Stadt angestrengt hat mit dem Ziel, endgültig die Beitragssumme festzulegen, die Karansebesch zu zahlen hatte.

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