Rumänien als Anker der Stabilität in der Region

Zweitägiger Besuch des Präsidenten Klaus Johannis in Chişinău

Donnerstag, 26. Februar 2015

Rumäniens Präsident Klaus Johannis und sein moldauischer Amtskollege Nicolae Timofti in Chişinău. Foto: presidency.ro

Bukarest (Mediafax/ADZ) – Der zweitägige Besuch, den Präsident Klaus Johannis Dienstag und Mittwoch in Chişinău unternommen hat, sollte vor allem den europäischen Weg der Republik Moldau stärken, die Fortsetzung der bilateralen Projekte bestätigen, aber auch „alle Bürger“ von den guten Absichten  Rumäniens überzeugen.

Nach ihren Gesprächen stellten sich die beiden Präsidenten Dienstagabend der Presse. Nicolae Timofti, der Präsident der Republik Moldau, betonte, dass sein Land dem Weg der europäischen Integration verpflichtet bleibe, das bedeute die Durchführung der Reformen, die im Assoziierungsvertrag vorgesehen sind, in der Justiz, in der Korruptionsbekämpfung und der Wirtschaftsentwicklung. Dabei könne man aus der Erfahrung Rumäniens lernen.

Präsident Klaus Johannis unterstrich, dass Rumänien ein Anker der Stabilität in der Region darstelle und dass es ein verlässlicher Partner der Nachbarstaaten sein wolle – der Republik Moldau und der Ukraine.
Klaus Johannis traf Dienstag auch mit dem neuen Regierungschef Chiril Gaburici zusammen und der Tag wurde mit einem Dinner in den  berühmten Kellereien Cricova abgeschlossen. Gestern sprach Johannis mit den Vertretern von drei Parlamentsparteien (Liberaldemokratische Partei, Demokratische Partei und Liberale Partei). Auch hielt er einen Vortrag vor den Studenten der staatlichen Universität in Chişinău.

Kommentare zu diesem Artikel

Alex, 26.02 2015, 19:04
Noch ein kleiner Gedanke Helmut: Putin wurde auch in der Ukraine erst dann aktiv, als sich das Land in Richtung Westen orientierte. Solange prorussische Kräfte am Ruder waren, hatte er keinen Grund dazu. Sein Einfluss war ihm ja auch so sicher. Ich hoffe trotzdem, ich liege mit meiner Befürchtung falsch, Vorsichtsmaßnehmen in der Region halte ich dennoch für absolut geboten.
Alex, 26.02 2015, 18:47
Helmut, das hatte Russland bisher nicht nötig. Jetzt wird es zunehmend zum Problem, das hatte ich erklärt. Außerem ist es keine völlig unrealistische Spekulation, die Nato hat offenbar konkrete Hinweise. Den entsprechenden Link hatte ich angegeben...
Helmut, 26.02 2015, 16:43
@Alex...bitte nicht mit solchen Spekulationen in die Öffentlichkeit treten.In der Ukraine war/ist eine ganz andere Situation,und man kann nicht Birnen mit Äpfel vergleichen.Wenn Rußland sich Moldawien unter den Nagel reissen wollte,wäre dies schon vor langer Zeit passiert.
Alex, 26.02 2015, 11:55
Moldau ist ein Risikogebiet vergleichbar mit der Ukraine. Mit dem Unterschied, dass die Separatisten in Moldau die Abspaltung bereits in 1990 geschafft haben. Es geht um Transnistrien, das zwar völkerrechtlich zu Moldau gehört, de facto aber von Russland kontrolliert wird. Der andere Teil Moldaus hat eine prowestliche Orientierung und das ist Russland ein Dorn im Auge. Denn bei einem EU-Beitritt Moldaus wäre Transnistrien kein Konflikt mehr zwischen dem übermächtigen Russland und dem machtlosen Moldau, sondern Russland hätte die EU als Gegner und das will Putin natürlich nicht. Deshalb könnte er sich Moldau unter den Nagel reißen wollen, bevor diese Gefahr an Fahrt gewinnt, denn Moldau arbeitet bereits an den Kriterien zum EU-Beitritt und dieser wird nun auch durch Rumänien aktiv unterstützt. Die Nato ist bereits recht beunruhigt, wie n-tv auf folgender Seite heute berichtet...

http://www.n-tv.de/politik/Nato-unterstellt-Moskau-Plaene-fuer-Moldawien-article14591241.html

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