Rumänien als mögliches Ziel von Terrorangriffen

Jahresbericht des Inlandsnachrichtendienstes (SRI) für 2014

Samstag, 10. Oktober 2015

Bukarest (Mediafax/ADZ) - Beim Parlament wurde der Bericht des Inlandsnachrichtendienstes (SRI) für 2014 hinterlegt. Von den „äußeren Faktoren“ würde das Terrorrisiko andauern, das durch die Instabilität in Nordafrika und die Ausbreitung der Gewalt im Gebiet Syrien-Irak bedingt ist, heißt es darin. Die Hauptbedrohung stelle der Islamische Staat dar. Das ginge auf die militärischen und politischen Bündnisse Rumäniens zurück, auch darauf, dass es an der Flüchtlingsroute nach Europa liege. Der Nachrichtendienst habe gegen diese 2014 „relativ“ höhere Gefahr seine Maßnahmen getroffen, insbesondere was die Sicherheit der Botschaften sowie der Flughäfen und Flüge betrifft.

Hinsichtlich der Bekämpfung der Korruption wird im Bericht vermerkt, dass Gruppen des organisierten Verbrechens in Verwaltungsstrukturen vorgedrungen sind, auch hätten Beamte Verbindungen zur Unterwelt gehabt. Dadurch seien örtlich Entscheidungen zugunsten von Privatpersonen oder Gruppen getroffen worden.

Im Jahr 2014 sind 44.759 gerichtlich autorisierte Abhörungen erfolgt, das waren um 15,11 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Die Ermittlungs- und Strafverfolgungsorgane wurden vom Nachrichtendienst in zahlreichen Fällen verständigt, davon gingen 1229 Verständigungen an die Antikorruptionsbehörde (DNA).Der Bericht wird als Erstes vom Parlamentsausschuss zur Kontrolle des SRI erörtert und kommt sodann vors Plenum.

Kommentare zu diesem Artikel

Tourist, 12.10 2015, 12:17
wer sich mit Hunden bettet, wird mit Flöhen erwachen. Wenn Rumänien seine militärische Infrastruktur, von Truppenübungsgeländen über Militärflugplätze bis zu Hafenanlagen, den USA für ihre militärischen Spielchen im Nahen Osten zur Verfügung stellt, darf man sich nicht wundern, dass man indirekt so auch zur Konfliktpartei wird und nicht mehr nur unbeteiligter Beobachter ist.

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