Rumänien an OSZE-Mission in der Ukraine beteiligt

Außenminister Corlăţean reist am Montag nach Kiew

Samstag, 08. März 2014

Bukarest/Brüssel (ADZ) - Angesichts der eskalierenden Krise zwischen Russland und der Ukraine haben sich die 28 Staats- und Regierungschefs der EU am Donnerstag in Brüssel auf einen Drei-Stufen-Plan geeinigt, mit dem der russische Präsident Wladimir Putin zum Einlenken bewegt werden soll.

Staatschef Traian Băsescu erläuterte den rumänischen Medien am Rande des Sondergipfels die beschlossenen Sanktionen gegen Russland und gab zudem bekannt, eine Beteiligung rumänischer Experten an der Ukraine-Mission der Organisation für Zusammenarbeit und Sicherheit in Europa (OSZE) gebilligt zu haben. Der Präsident teilte weiters mit, den Chef der ukrainischen Übergangsregierung, Arseni Jazenjuk, ersucht zu haben, die Aufhebung des Sprachengesetzes in seinem Land angesichts der vielen Minderheiten in der Ukraine unter keinen Umständen zu promulgieren.

Schon vor seiner Abreise hatte Băsescu aufgezeigt, dass Rumänien sich künftig vermehrt in die internationalen Bemühungen zur Deeskalation der Krim-Krise einbinden wolle – zum einen, weil es immerhin das EU-Land mit der längsten Grenze zur Ukraine sei, zum anderen angesichts der restlichen eingefrorenen Konflikte im Schwarzmeer-Raum.

Im Zuge der Eskalation in der Ukraine reist nun auch Außenminister Titus Corlăţean am Montag nach Kiew, wo er sich u.a. über die Lage der rumänischen Minderheit ein Bild machen will.

Kommentare zu diesem Artikel

Siegrid, 10.03 2014, 14:12
Ich kann mir schon die ADZ vom 1. April 2014 vorstellen. Die fette Schlagzeile auf der Titelseite wird dann lauten: "Rumänien marschiert in Moldawien ein - Besetzung oder Anschluss?"
Norbert, 09.03 2014, 23:59
so viel man in Deutschland mitbekommt gibt es in Moldawien auch viele Russen.Vielleicht macht der Putin dann mal ein gutes Angebot .Angie ich übernehme die Fürstentümer und du seh zu das die Ungarn mit denÖsterreichern Siebenbürgen auf Vordermann bringt.Wer so dumm ist wie rumänische Politik. Moldawien rumänische Pässe auszustellen.Das können die Russen auch.Und bevor Russen mit Ukrainern ihre Zukunft planen. So planen die Russen lieber mit Kaninchen ihre Zukunft als mit rumänischer Politik.
Alexander, 09.03 2014, 14:04
In der Ukraine hat man eben auch vom Nachbarn gelernt - und eben nicht nur von Russland. Den Oligarchen geht es nur darum, ihre Felle ins Trockene zu bringen, und das korrupte System hat sowieso einen ausgeprägten Selbsterhaltungstrieb. Die Krim geht an Russland, der Westen bellt noch eine Weile laut herum und das war´s dann auch schon. Mit den Hilfsmilliarden weiter bis zur nächsten Revolution. Die USA juckt das alles sowieso nur in der Hinsicht, dass sie vor mehr als 2 Jahrzehnten Sicherheitsgarantien an die Ukraine gegeben hatten. Jetzt gilt es lautstark auf die Brust zu klopfen, um bei zukünftigen Verhandlungspartnern nicht den Eindruck aufkommen zu lassen, Sicherheitsgarantien der USA seien nichts wert.
Sraffa, 09.03 2014, 02:04
Ergänzend zu Helmut 's Bemerkungen stelle ich fest dass Inhalt und Ablauf des Telefonates zwischen Frau Ashton und dem Präsidenten von Estland genau so wie die späteren Feststellungen von Ärzten darauf hinweisen dass die Mordschützen am Maydan vermutlich im Auftrag/Interesse der damaligen Opposition handelten; dabei kann es sich um ukrainische oder ausländische Individuen gehandelt haben.
Es wäre dies nicht das erste Mal in der Geschichte dass im Auftrag von Politik und Geheimdiensten Morde in Auftrage gegeben wurden um Kriege oder Revolten zu befeuern ( vgl. Gleiwitz , Tongkin, Bukarest ? ). Hinzu kommen gezielte Lügen der Art, wie die Massenvernichtungswaffenlüge der USA in der Vorbereitung des Irak-Krieges, mit dem schlichtere Gemüter dazu bewegt werden sollten am Kreuzzug gegen Saddam Hussein teilzunehmen.
Helmut, 08.03 2014, 16:40
Dieses Problem kann nur in konstruktiven Verhandlungen gelöst werden.Alles andere Geschrei ist Dummheit.Es stellt sich schon die Frage,wie eine nicht gewählte Regierung einen solchen Schwachsinn, wie die Aufhebung der Sprachengesetze in Erwägung ziehen kann.Was soll man aber von PolitikernInnen(Timoschenko und Co.) erwarten,welche bereits vor 10 Jahren die Chancen der Orangenen-Revolution verspielt haben.Alle (außer Klitschko)wurden vom Volk mit Mehrheit abgewählt und jetzt setzen sie sich wieder in die Ämter bzw.bewerben sich darum.Quo vadis Ukraina???

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