Rumänien importiert 2017 370.000 gebrauchte Diesel

Studie warnt vor Verlagerung von Umweltproblemen

Donnerstag, 01. November 2018

Die Europäische Umweltagentur führt jährlich rund 1300 frühzeitige Todesfälle in Rumänien auf die Belastung durch Stickstoffdioxid zurück.
Foto: pixabay

Bukarest (ADZ) - Eine am Dienstag vorgestellte Studie warnt vor der Verlagerung von Umweltproblemen aus dem Westen in den Osten Europas. Laut der europäischen Föderation von Nonprofit-Organisationen „Transport& Environment“ sowie der rumänischen Mitgliedsorganisation „2Celsius“ waren im vergangenen Jahr von den 520.000 nach Rumänien importierten gebrauchten Pkw 70 Prozent (rund 370.000 Stück) Diesel. Die Quote sei selbst verglichen zu Bulgarien oder Polen, wo der Wert bei 30 bis 40 Prozent liege, sehr hoch.

Zusätzlich seien 80 Prozent der importierten Diesel vor dem Jahr 2011 produziert worden und erfüllen noch nicht einmal die Abgasnorm Euro 5, welche den obligatorischen Einsatz von Partikelfiltern für Diesel-Pkw vorsieht. Der durchschnittliche Ausstoß der gesundheitsschädlichen Stickoxide (NOx) liegt demnach bei den nach Rumänien importierten Dieselfahrzeugen 12,5 Mal höher als für Pkw mit Dieselmotoren der jüngsten Abgasnorm Euro 6 (80 mg/km) vorgesehen. Die Europäische Umweltagentur (EUA) führt laut am Montag vorgestellten Daten jährlich EU-weit rund 76.000 und in Rumänien 1300 frühzeitige Todesfälle (Daten für 2015) auf die Belastung durch Stickstoffdioxid (NO2) zurück.

 

Kommentare zu diesem Artikel

Klaus, 01.11 2018, 18:50
Ja wo sollen denn all die so "gefährlichen" autos abbleiben?
Selbst verständlich ab zum Balkan.Da kümmert sich keiner groß um vorschriften.Dazu sind es zumesit fahzeuge die protzig wirken und die fahrer als mondän aussehen lassen.Dazu dann auch rechts-lenker aus GB bzw Irland.-So richige protz autos.-Billig da sie keiner mehr haben will bzw in den ursprungsländern nicht mehr verkäuflich sind.---Habe die transporter gesehen die beladen mit diesen fahrzeugen die autobahnen in Ungarn unsicher machen. -armes Rumänien was keine schranken für so etwas setzt.-- Wo sind die politiker die etwas unternehmen???Mit sich selbst beschäftigt um den "job" zu retten.

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