Rumänien ist längst kein Ausländermagnet

Im Tourismus legte allein die Statistik zu

Mittwoch, 12. Februar 2014

Der Temeswarer Flughafen, als eines der Tore nach Rumänien, hat in den vergangenen Jahren an Passagieren eingebüßt. 757.000 Reisende wurden 2013 auf dem westrumänischen Airport abgefertigt.

Ein Großteil der Ausländer, die nach Rumänien reisen, tun dies zu Geschäftszwecken und nehmen vorwiegend ein Zimmer in den Tourismuseinrichtungen von Bukarest oder in den Kreishauptstädten. Nur ein Viertel der Touristen ist an Besichtigungs- oder Entspannungsreisen interessiert. Sie interessieren sich kaum für die hierzulande gepriesenen Badeorte an der Schwarzmeerküste, für Gebirgsgegenden, das Donaudelta oder für thematische Reisen. 1,23 Millionen Ausländer nahmen sich in den ersten elf Monaten 2013 ein Zimmer in Tourismuseinrichtungen, um Geschäftliches zu erledigen, oder Bekannte und Verwandte zu besuchen. Im Gegenzug kamen in der gleichen Zeitspanne nur etwa 390.000 ausländische Touristen zur Erholung oder zur Kur in die einschlägigen Einrichtungen Rumäniens. Dies geht aus neuesten Daten des Nationalen Statistikamtes INS hervor. „Die meisten Ausländer, die Großstädte Rumäniens bereisen, sind Geschäftsleute und keine Touristen“, zitiert in diesem Kontext Mediafax den Vorsitzenden des Verbandes der Hotelbetreiber in Rumänien, Radu Enache. Er glaubt, dass die Behörden zu wenig tun, um das Land touristisch attraktiv zu machen. „Man muss zunächst etwas geben, Bedingungen schaffen, und danach die Auswirkungen erwarten“. Den Daten aus der Zeitspanne Januar – November 2013 nach haben in den Einrichtungen Rumäniens etwa 7,4 Millionen Touristen übernachtet, 5,8 Millionen waren Bürger aus Rumänien, 1,62 Millionen kamen aus dem Ausland.

 

Kein einheitliches Konzept

 

„Es ist ein flexibles und sensibles Gut“, sagt die Reisekauffrau Ramona Lambing. Und damit meint sie den Tourismus und dessen Vermarktung. Währenddessen zeigt sie auf dem Monitor das Konzept und erste Beiträge für die Werbebroschüre über das Banat, die sie koordiniert und im Auftrag des Deutschsprachigen Wirtschaftsclubs in Temeswar herausbringen will.  „Weder Zielgruppen orientiert noch marktgerecht“, ist ihrer Meinung nach die Werbung und die Einstellung der Verantwortlichen im rumänischen Tourismus. Man versuche, Rumänien als Badetourismus zu vermarkten, dabei könne die rumänische Schwarzmeerküste im internationalen Vergleich in Qualität und Service den weltweiten Ansprüchen nicht gerecht werden. Im Gegenzug müsse man das Donaudelta, die Donauklamm, den Wallfahrtsort Maria Radna, die Kirchenburgen und die Klöster der Moldau promoten. Zielgruppe wären vor allem Touristen aus Deutschland, da „durch deutsche Einrichtungen und die Deutschen in Rumänien die Sprachbarrieren fallen.“

 

Deutsche bestätigen Reiselust

   

Von den 1,23 Millionen ausländischen Geschäftstouristen waren die Deutschen (164.000) vorherrschend, gefolgt von den Italienern (139.000) und den Franzosen (89.000). „Die Ausländer, die in Hotels in den Städten unterkommen, sind keine Touristen, sondern Geschäftsleute, oder Personen, die zu Lehrgängen und zum Team-Building kommen“, zitiert Mediafax den Hotel-Großunternehmer Josef Goschy, der Hotels in mehreren Städten aber auch an der Schwarzmeerküste führt. In der Zeitspanne Januar – November 2013 zogen die Badestrände am Schwarzen Meer etwa 31.000 Ausländer an. Die meisten Besucher waren Deutsche (6.000), Polen (3.100) und Franzosen (2.400). Sie wurden gefolgt von Bürgern aus Russland, Italien und der Republik Moldau. 123.000 Ausländer zog es im vergangenen Jahr bis einschließlich November in die rumänischen Berge. Die Gebirgskurorte besuchten mehr als 15.000 Bürger aus Israel, fast  15.000 Deutsche und nahezu 8.000 Polen. In der Rubrik „andere Ortschaften und Trassen“ führt die Statistik etwa 180.000 ausländische Besucher. Die meisten davon kamen aus Ungarn, gefolgt von jenen aus Deutschland und Italien. Die Kurunternehmen zogen 31.000 Ausländer an, die meisten davon kamen aus Ungarn und der Republik Moldau. Mehr als ein Viertel der 22.000 Besucher des Donau-Deltas waren Deutsche. Interesse für das Delta gab es auch noch bei den Bürgern aus Norwegen und Polen. Trotz dieser insgesamt geringen Zahl an ausländischen Urlaubern in den verschiedenen Tourismussparten Rumäniens verweisen die rumänischen Behörden auf einen Plus-Punkt: 3,6 Prozent mehr ausländische Urlauber im Vergleich zur gleichen Zeitspanne im Jahr zuvor. Für das Gesamtjahr 2013 liegt eine Statistik vor, die einen Anstieg der Übernachtungen ausländischer Touristen von 5,1 Prozent wiedergibt. Diese Wachtums-Euphorie bremsen Daten des Europäischen Statistikamtes Eurostat. Mit den etwa 18 Prozent von Ausländern gebuchten Übernachtungen liegt Rumänien im Keller europäischer Statistiken. Viermal so viele Besucher hatten Ungarn und Bulgarien. Und wohl noch relevanter: Zwar lagen Lettland und Litauen mit 2,7 bzw. 2,8 Millionen ausländischen Touristen zahlenmäßig unter dem Niveau Rumäniens, doch macht in diesen Ländern der Anteil der Ausländer am Tourismus 70 bzw. 51 Prozent des gesamten Marktes aus.

 

Jeder Schein, zweimal umgedreht 

 

Für Felicia Ciuru{, Managerin des Temeswarer Fünf-Sterne-Hotels „Timi{oara“, haben all die Statistiken kaum Relevanz. Die einheitlichen Statistiken über die Bettenauslastung können ihrer Meinung nach keinen konkreten Aufschluss geben, und dazu komme, dass es ein gewaltiger Unterschied sei, ob ein Hotel mit 200 oder mit 20 Zimmern zur Hälfte belegt ist. Das Hotel, das sie leitet, ist im vergangenen Jahr zu 52,4 Prozent belegt gewesen, wobei vorwiegend Geschäftsreisende in dem Hotel im Stadtzentrum einkehren und die kommen zu 70 Prozent aus dem Ausland. Touristen im klassischen Sinn des Wortes, mit Großraumbussen, sind selten geworden. Bei Gruppenreisen z.B. aus Serbien müssen die Manager der Fünf-Sterne-Einrichtung ans untere Preis-Limit gehen. „Die Wirtschaftskrise hat uns allen schwer zu schaffen gemacht. Wir können auch heute noch nicht wieder die Preise fordern, die vor der Krise für unsere Zimmer bezahlt wurden“, sagt die Hoteldirektorin. Dass sich die meisten Hotelgäste in Temeswar beruflich in der Stadt aufhalten, sei auch daran zu sehen, dass an Wochenenden die Bettenauslastung sehr gering sei und nach Kenntnissen von Felicia Ciuru{ bei etwa 20 Prozent liege. Der Business-Tourismus sei spezifisch für Temeswar, da es hier zum einen mehrere große Firmen gibt. Zum anderen fehle es an Sehenswürdigkeiten für den Entspannungstourismus.

Diese Aussagen der Aktiven aus der Tourismusbranche decken sich mit dem, was die Statistik speziell für den Kreis Temesch ergibt: Die Hotels weisen nicht nur prozentmäßig die größte Bettenauslastung auf, sondern sind auch die einzigen Unterkunftseinrichtungen, die – zumindest im Kreis Temesch – sowohl bei den Ankünften, als auch bei den Übernachtungen zugelegt haben. Im Vergleich zwischen den beiden Novembermonaten 2012 – 2013 verzeichnete die Temescher Hotelbranche im letzten Jahr ein Plus von 550 Personen bei den neuen Gästen und etwa 5000 zusätzliche Übernachtungen. In der gleichen Zeitspanne gab es gewaltige Einbrüche bei den ohnehin nicht sonderlich gut besuchen Motels, deren Besucherzahlen innerhalb eines Jahres auf ein Viertel schrumpften, beim Agrartourismus gab es ebenfalls Rückgänge, und Villen mussten Einbußen von mehr als 50 Prozent hinnehmen. Allein in der Kategorie „Pensionen“ waren die Zahlen im Jahresvergleich in etwa gleichbleibend. Schutzhütten werden in der Statistik des Kreises Temesch gar keine geführt. Berauschend ist das alles nicht und steht im Widerspruch mit dem Credo einer Ramona Lambing, dass Tourismus Mehrwert generieren muss. Und ihr geht es nicht nur um Freizeitreisen und –aufenthalte. Umsatz könne man ihrer Meinung nach nicht nur über Nischentourismus, sondern auch über Geschäftsreisetourismus machen, der "über weite Strecken sich selbst überlassen ist". Bisher hat kaum jemand aktiv Tagungen und Konferenzen akquiriert - da macht es sie noch längst nicht glücklich, dass drei von vier Ausländern zu unternehmerischen Zwecken in Rumänien weilen.

Kommentare zu diesem Artikel

Ottmar, 21.02 2014, 00:25
Ich war heute auf der CBR in Muenchen. Was Rumaenien auf dieser sicher sehr wichtigen Messe fuer Touristik geboten hat war sehr traurig. Eigentlich war das offizielle Rumaenien nicht vertreten. Nur ein privater Reiseanbieter.
Von nichts kommt nichts so ist wohl das rumaenische Motto in der Touristik, oder lasst uns in Ruhe wir wollen allein bleiben anders kann man das nicht interpretieren.
Ottmar, 19.02 2014, 02:08
Oliver wir sehen uns dann am Donnerstag 19.2.2014 auf der www.free-muenchen.de in Muenchen. Dort koennen wir diskutieren. Als Profi hast du dort sicher einen Stand. Bis uebermorgen
Oliver, 18.02 2014, 13:49
@Ottmar; Sie sind noch begriffsstutziger als ich dachte - Ihr Problem
Ottmar, 18.02 2014, 02:00
Oliver, ich kann deinen hirnrissigen Kommentar durchaus verstehen aber logisch nicht nachvollziehen. Und was du hier ueber Rumaenische Polizisten schreibst, vom hoerensagen sozusagen ist Hirngespinst von anscheinend den duemmsten Campern aus Europa und es ist absoluter Scheiss. Wenn du das selbst nicht erlebt hast ist es noch viel schlimmer so einen Unsinn ueber ein Land mit ganz anderen Problemen zu verbreiten .Dass du hier luegst kann man nicht nur den Erzaehlungen die du hier wiedergibst entnehmen, sondern auch der Tatsache, dass ein richtiger Camper niemals ein Reisebuero aufsuchen wuerde um mit diesem eine Route auszuarbeiten. Zur Info ich habe ca 800 000 km Touren mit 3 VW Bussen hinter mir. (Bulli, Westfalia Joker California Coach) und bei keiner einzigen Tour hat mir ein Reisebuero bei der Ausarbeitung der Route helfen muessen.
Auch habe ich in keinem Land von Portugal bis Tuerkei, von Sizilien bis zum Nordkap von einem Polizist so einen Strafzettel wie das deine Kunden erzaehlen bekommen. Ein anstaendiger Camper wuerde niemals ein Reisebuero aufsuchen um eine Reise auszuarbeiten. Und ich kann mir nicht vorstellen dass bei dir ein Camper landet, der von Rumaenien frustiert ist. Du kennst schlicht und einfach dieses wunderbare Land nicht und willst hier nur Scheiss verbreiten.
Es gibt kein Land wo ich meinen California Coach einfach am Dorfplatz irgend wo in den Karpaten parken kann und nach einer 5 Stunden Bergtour zurueckkomme und feststellen muss, dass ich das Fahrzug nicht abgesperrt hatte und nichts aber auch nichts wurde gestohlen!!!!!! Und den Bloedsinn ueber die Abzocke mit den Polizisten kannst du deinem Friseur erzaehlen. ich wurde 8 mal wegen Geschwindigkeitsuebertretung in Rumaenien angehalten, habe jedesmal hoeflichst gesagt ich werde die Strafe bezahlen, die Polizisten sollen mir bitte das Ticket an meine Adresse nach Deutschland schicken. Niemals kam dort ein Strafzettel an.
So tickt Rumanien, deine Luegen ueber die Polizei kannst du anderswo erzaehlen, auch wenn es anscheinend deine imaginaeren Kunden erzaehlt haben, verbreite hier nicht so dumme Luegen.
Tourist hat dir das mit der Vignette erklaert. Ich habe dir das mit der Polizei erklaert, und ich sage dir hier, es gibt keine schoeneren Plaetze allein mit dem Camper zu stehen als in der Natur in den Karpaten.
Tourist, 17.02 2014, 14:19
Das Problem mit der Vignette verstehe ich nicht. Einfach nach der Grenze in die erste Petrom-Tankstelle reingehen und die Vignette kaufen. Kein Ausländer zahlt dort mehr, als ein Einheimischer. Mit dem Wohnwagen durch Rumänien zu reisen, stell ich mir aber schon unangenehm vor. Jeder Parkplatz ist mit Müll versaut, überhall entlang den Straßen lauern bissige Straßenhunde und sonderbare Gestalten streifen durch die Landschaft, die schnell einmal das Wohnmobil "inspizieren" wollen, wenn man in ihrem Blickfeld parkt. Und Infrastruktur entlang der Hauptverkehrswege gibt es wirklich nur für TIR-Chauffeure, nicht für Camper. Nächstes Mal einfach mit dem PKW kommen und in Pensionen schlafen. Rumänien ist für Wohnmobile einfach nicht ausgerichtet (man sieht auch praktisch nie welche herumfahren).
Oliver, 17.02 2014, 11:00
@ Ottmar; wenn Sie meinen Beitrag mit Verstand - sofern Sie dazu in der Lage sind - gelesen haetten, dann wuerden Sie erkannt haben, dass ich hier in Rumaenien im Tourismusbereich taetig bin und die Anmerkungen meiner Gaeste zitiert habe. Was Sie persoenlich erlebt haben, ist Ihre Sache und Sie koennen dies auch gerne publizieren, ohne allerdings meinen Beitrag als unwahr darzustellen. Setzen Sie sich eine Saison lang in meine Rezeption und hoeren Sie sich die Kommentare an, dann wissen auch Sie, was Touristen in Rumaenien so alles erleben. Uebrigens - was hat der Beitrag mit Ungarn zu tun ? Dass Reisende in Ungarn bestohlen, ausgeraubt und bei jeder Gelegenheit ueber den Tisch gezogen werden, ist bekannt. Trotzdem hat Ungarn mehr Touristen als Rumaenien - zu meinem eigenen Bedauern.
Ottmar, 16.02 2014, 05:05
Oliver noch etwas kannst du beschreiben wo du warst. Ungarn oder Rumaenien
Ottmar, 16.02 2014, 04:22
Noch was Oliver. Kauf dir die 7 Tages Vignette in Rumaenien und nicht in Ungarn, In Ungarn kostet fuer Mitteleuropaeer und EURO-Kunden auch die ungarische 7 Tages Vignette 15 Euro anstatt 2900 Forint (=9,98 EURO) . Es sind hier die Ungarn die b e t r u e g e n .
Ungarn verlangen um 50 % ueberhoehte Gebuehren und nicht die Rumaenen.
Die Rumaenen sind hier sehr ehrlich.
Ottmar, 16.02 2014, 04:15
@Oliver, ich gehoere hier sicher hier zu den schaerfsten Kritikern der Rumaenischen Umstaende. Meine besonderen Freunde sind die kommunistischen Kader um Dr.plag Ponta.
Aber alles was du hier ueber deine Erfahrung bezueglich negativer touristischer Erfahrung schreibst, entspricht absolut nicht der Wahrheit. Rumaenien und speziell ueber die Rumaeniesche Executive.
Nicht nur weil ich mehrmals Gegenteiliges erlebt habe; - -Man hat mich oefters hoeflich 150 km hinter der Grenze aufgefordert eine sicher zu teuere Vignette zu kaufen kaufe sie dann aber fuer aber nur 30 Ron(nicht fuer 30 EURO) und es gab niemals Strafen. Weder beim zu schnell fahren, weder bei dernicht gekauften Vignette, noch beim verkehrten Wenden mangels praezisen Wegweiser.
Immer haben mich rumaenische Polizisten hoeflichst und die Betonung liegt wirklich auf hoeflichst ermahnt und haben mir dann auch geholfen als ich sie gefragt habe, als ich nicht mehr weiter wusste.. Ich kann definitiv nichts negatives gegen die Polizei sagen. Ich wuerde jedem Besucher dieses Landes eine Laessigkeit mit dem Umgang mit der Polizei ans Herz legen, die Polizei egal welcher Gattung versteht sich wirklich in erster Linie als Diener und Betreuer des Besuchers. So etwas herzliches und freundliches (auch nach einer Verkehrsuebertretung) gibt es nur in Rumaenien.
Dass das eine oder das andere nicht perfekt funktioniert, ok, aber bei meinen vielen Motorradtouren mit Camping oder mit Pensionsaufenthalt, habe ich immer eine saubere Unterkunft bekommen, und die Gastgeber hatten eine wunderbare naive Freundlichkeit die ich immer sehr geschaetzt habe.Beim Camping war es oftmals wie in Griechenland vor 30 Jahren, Das werden die Rumaenen auch noch lernen. Aber ich habe das unter Abenteuer gebucht.
Oliver, 14.02 2014, 22:45
...und wer im Tourismusgewerbe als Unternehmer taetig ist, hoert von auslaendischen Toutisten jedweder Provinienz immer wieder das gleiche: "Als ich eine 7- Tage- Vignette an der Grenze kaufen wollte, wurden mir 30 Euro abverlangt. Im ersten Ort nach der Grenze stand eine Radarkontrolle, ich war angeblich 12 km/h zu schnell und sollte 100 Euro Strafe zahlen ( nach 15 min. Verhandlung waren es dann 50 Euro ohne Quittung ), an der Manastira Piatra Scrisa ( oder anderswo...) bin ich in ein "Restaurant" eingekehrt, weil ich dort mein Reisemobil parken konnte, aber den Frass, der dort serviert wurde, wuerde ich nicht einmal meinem Hund geben. Der Kellner war ein einmaliges Beispiel von Unfreundlichkeit, und bescheissen wollte er mich bei der Abrechnung (selbstverstaendlich) auch noch. In Caransebes bin ich in einen Supermarkt gegangen, um die Reisevorraete aufzufuellen. Am spaeten Freitagnachmittag waren eine Menge Kunden dort, aber nur eine Kasse besetzt, was mich fast 20 Minuten Wartezeit an der Kasse gekostet hat. Die Kassiererin war verstaendlicherweise genervt und dementsprechend schnippisch, dafuer stand hinter der Kasse ein ausgesprochen aufdringlicher, uniformierter Typ eines privaten Bewachungsunternehmens, dem wir den Kassenbon praesentieren mussten und der dann gemaechlich unsere Einkaeufe mit dem Bon verglich. Da es spaet war, wollten wir auf dem Campinggelaende eines Motels uebernachten. Da war aber ueberhaupt kein Campingplatz, sondern nur ein LKW - Parkplatz mit versauten Toiletten, keine Duschen, kein Warmwasser, keinen Stromanschluss, aber 15 Euro wurden verlangt." Dann landen die Gaeste irgendwann doch noch irgendwo, wo sich jemand zumindest die Muehe, den Anspruechen seines Gastes gerecht zu werden und sich mit ihm in seiner Eigenschaft als Rumaenien-Tourist ohne Erfahrung in diesem unseren Lande befasst. Wollen Sie wissen, was ca 30% der bei mir landenden, auslaendischen Camper tun ? Ich sage es Ihnen; Sie reisen so schnell wie moeglich weiter nach BG, GR oder TR oder kehren schlicht und ergreifend um und verbringen ihrten Urlaub in Ungarn. Ach uebrigens - die Liste der abschreckenden Beispiele erhebt keinen Anspruch auf Vollstaendigkeit.

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