Rumänien trotzt Italien Unentschieden ab

EM-Teilnehmer bestreiten letztes Testspiel der Saison

Mittwoch, 18. November 2015

Ein guter Verlierer ist Italiens Auswahltrainer Antonio Conte auf keinen Fall. Rumänien habe bloß zwei Schüsse auf das italienische Tor gehabt und die seien dann auch in Tore umgemünzt worden, sagte er nach dem Spiel Italien – Rumänien. „Es kann nicht sein, dass ein solches Spiel unentschieden ausgegangen ist“.

Dabei war das 2:2 von Bologna zwischen den Fußballauswahlen Italiens und Rumäniens ein Testspiel, in dem die Gäste unter der Stabführung von Trainer Anghel Iordănescu eine Halbzeit lang mehr als nur ein ebenbürtiger Gegner waren. Bogdan Stancu hatte die rumänische Auswahl bis zur Pause in Führung geschossen, Marchisio (per Strafstoß) und Gabbiadini drehten Spiel und Resultat in der 55. bzw. 66. Spielminute. Erneut war es dann Auswechselspieler Florin Andone der – genauso wie im Spiel gegen Finnland – kurz vor Schluss einen Treffer erzielte.

Obwohl viele vermutet hatten, dass Antonio Conte viele Reservespieler zum Zuge kommen lassen würde, war dem letztendlich nicht so. Nicht einmal in der bewährten Innenverteidigung suchte er nach einer Alternative, sondern ließ seine Star-Abwehrrecken Bonucci und Chiellini über 90 Minuten hinaus spielen. Angel Iordănescu ließ seinerseits seine Bestformation auflaufen, in der er eine Halbzeit lang im Mittelfeld mit Budescu und dann mit Sânmărtean agierte. Zusammen agieren ließ er die beiden nicht. Experten zufolge kann dies – von der Veranlagung der Spieler her – kaum funktionieren. Zum Einsatzzeiten erhielten im letzten Spiel der Nationalmannschaft in diesem Jahr auch die Debütanten im Nationaldress Steliano Filip und Ivan, die jeweils weniger als zehn Minuten Spielzeit bekamen.

Der letzten tragischen Ereignisse mit Todesfolge gedachten die beiden Mannschaften und auch die Veranstalter. So wurde zu Spielbeginn die französische Hymne im Gedenken an die Terroropfer der vergangenen Woche in Paris gespielt und danach folgte aus demselben Grund eine Schweigeminute. Zudem waren auf den Trikots der rumänischen Auswahl die Namen der nun schon mehr als 50 Toten aus dem Großbrand im Bukarester Colectiv-Club aufgedruckt.

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