Rumänien und Polen wollen mehr Nato-Präsenz in Osteuropa

Polens Verteidigungsminister Siemoniak in Rumänien

Montag, 24. März 2014

Bukarest  (dpa/ADZ) - Angesichts der Krim-Krise verlangen die Verteidigungsminister Rumäniens und Polens eine aktivere Rolle der Nato in Osteuropa. „Der Westen muss zum Schluss kommen, dass die Welt sich vor ein paar Wochen bedeutend verändert hat“, sagte der polnische Verteidigungsminister Tomasz Siemoniak am Freitag in Bukarest nach Beratungen mit seinem rumänischen Kollegen Mircea Duşa. Siemoniak drängte auch auf ein stärkeres Engagement der US-Armee in der Region. „Wir, Rumänien und Polen, glauben, dass in der gegenwärtigen Situation manche Nato-Ziele nach 2014 verändert werden müssen“, sagte Duşa.

Nato-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen hat angesichts des russischen Vorgehens in der Ukraine die Verteidigungsbereitschaft des Nordatlantischen Bündnisses betont. „Niemand sollte die Entschlossenheit der Nato in Zweifel ziehen, falls eines ihrer Mitglieder bedroht würde“, sagte er am Freitag in Brüssel vor dem „Brussels Forum“. „Unser Eintreten für die Sicherheit aller Verbündeten ist unverbrüchlich. Jetzt und in Zukunft.“

Rasmussen („Das sind nicht nur Worte“) verwies darauf, dass die Nato wegen der russischen Militäraktion vor allem die Militärpräsenz der USA in den baltischen Staaten sowie in Polen und Rumänien verstärkt habe: „Und wir bleiben wachsam und bereit, alle nötigen Schritte zu ergreifen. Damit kein Missverständnis entsteht: Wir werden unsere Verbündeten verteidigen.“

Kommentare zu diesem Artikel

Tourist, 26.03 2014, 00:04
eine von radikalen Nationalisten (Swoboda, etc.) regierte Ukraine ist für Rumänien viel gefährlicher, als ein starkes Russland, mit dem man nicht einmal eine gemeinsame Grenze hat und das weit weg ist.

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