Rumäniens Jugendliche stehen vor Berufsdilemma

Minister vs. Experten – zwei unterschiedliche Meinungen

Mittwoch, 19. März 2014

Fachausbildung in Berufsschulen mit dualem System – gefördert von deutschsprachigen Unternehmen – gelten immer mehr als Alternative für Jugendliche. Foto: Zoltán Pázmány

Rumänien hat EU-weit den größten Anteil an Jugendlichen, die weder einen Beruf ausüben, noch einer Ausbildung nachgehen, sagt Rumäniens Minister für Hochschulwesen, Forschung und Technische Entwicklung, Mihnea Costoiu. In der EU seien 6,8 Millionen Jugendliche zwischen 25 – 29 Jahren in dieser Kategorie zu finden, „was einer von fünf Jugendlichen bedeutet“, erklärte Costoiu auf einer Konferenz in Bukarest zum Thema, Verbleib der Jugendlichen auf dem Arbeitsmarkt, oder in der Aus- und Weiterbildung. Dabei ging es um „Gemeinsame Herausforderungen – gemeinsame Lösungen“. Mit 23 Prozent der Jugendlichen ohne Arbeitsstelle oder Ausbildungsplatz liege Rumänien über dem EU-Durchschnitt, so Minister Costoiu. Jugendliche in Rumänien seien einfach von der Regierung vernachlässigt, sagt der Temeswarer Wirtschaftsexperte Nicolae Taran. Es würde an Strategien fehlen, um Jugendlichen eine gute Chance auf dem Arbeitsmarkt zu ermöglichen. Dies beginnt nach Ansicht des Professors von der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften bei einer fehlenden Übereinstimmung der Studiengänge mit der Realität auf dem Arbeitsmarkt. Viele Hochschulabgänger üben nicht ihren erlernten Beruf aus, sagt Nicoale Taran und betont: „Ich kenne Absolventen der Rechtswissenschaften, die im Supermarkt für die Warenmanipulation zuständig sind.“

Bei der gleichen Veranstaltung im Bukarester Parlaments-Palais „zeichnete“ der Bildungsminister Remus Pricopie ein Porträt des Jugendlichen, der weder Job noch Ausbildungsplatz hat. Als wichtigste Charakteristiken erkennt er geistige Behinderung, Status eines Auswanderers, einen gesunkenen Bildungsgrad, die Herkunft aus abgelegenen Gegenden, Abstammung aus Familien mit geringem Einkommen, Eltern als Erwerbslose, Eltern mit einem gesunkenen Bildungsgrad. Nicolae Taran sieht eben das größere Problem bei Jugendlichen im Bereich der Hochschulbildung, weil in Rumänien über weite Strecken geringer Mehrwert generiert wird und deshalb Absolventen schlecht verdienen, was sie automatisch von den Arbeitsplätzen und von einer spezifischen und gezielten Fachausbildung fern halten. „Wachstumspole sind in jenen Regionen erkennbar, wo Unternehmen aus dem deutschsprachigen Raum investieren Mehrwert generieren und zu mehr da sind, als nur um schlecht bezahlte Lohnarbeit durchführen zu lassen. Ecaterina Andronescu, Vorsitzende des Bildungsausschusses im Senat des rumänischen Parlaments ist der Meinung, dass die Schule die jungen Generation auf Jobs vorbereiten muss, „die es noch gar nicht gibt“. Die Vorbereitung müsse ihrerseits so gestaltet werden, dass sich die Jugendlichen an die Veränderungen auf dem Arbeitsmarkt anpassen können. Andronescu findet es dramatisch, wenn die Erwerbslosigkeit unter Jugendlichen die 25-ProzentMarke überschreitet. Man müsse eine Antwort auf die Frage finden, was man Neues im rumänischen Bildungswesen bringen könne. Egal welches der jeweilige Schulabschluss sei, müssten die Chancen der Jugendlichen auf dem Arbeitsmarkt gesteigert werden, so Andronescu.

Kommentare zu diesem Artikel

Ottmar, 24.03 2014, 17:14
Sraffa ich kenne kein Land auf der Welt wo so viele Richter und Staatsanwaelte der Korruption ueberfuehrt worden sind wie in Rumaenien . Bravo rumanische Justiz weiter so. Und ich kenne kein Land wo ein ueberfuehrter Plagiator in der Regierung sitzt.
@Helmut siehe deine Hetze gegen deutsche Politiker. Schau dir mal die Rechtsstaatliche Aufarbeitung einer Plagiatur an hier der Link dazu.
http://www.faz.net/aktuell/politik/aberkennung-des-doktortitels-hilft-nicht-schavan-hat-betrogen-12859412.html
Ottmar, 23.03 2014, 20:54
@Helmut ein Beispiel zu ordentlichem Handeln bei Plagiatur.. Ponta sollte sich ein Beispiel nehmen wie man als Kmmunist handelt.
http://www.faz.net/aktuell/politik/aberkennung-des-doktortitels-hilft-nicht-schavan-hat-betrogen-12859412.html
Ottmar, 21.03 2014, 21:07
Helmut, die Regierung unter dem Plagiator Ponta weigert sich seit seinem Regierungsantritte ein vernuenftiges Konzept fuer die Duale Ausbildung wie in Deutschland, Schweiz, Oesterreich flaechendeckend anzubieten. Die Investoren wuerden diese Ausgebildeten Spezialisten alle sofort einstellen.Sie stecken die EU-Foerdergelder lieber in die eigene Tasche. So ist die Realitaet. Zur Info. Jugendarbeitslosigkeit in Deutschland und Oesterreich 7,5 bzw. 8% in der Schweiz 4,5%.
Das ist die kommunistische Arbeits- und Sozialpolitik eines Diebes sowie des Muendels eines Oberdiebes des Oberkommunisten Nastase. Sie hatten seit des Plagiators Regierungsantritt 3 Jahre Zeit das zu aendern!!!!!!!! Aber ein Dieb bleibt ein Dieb bleibt immer ein Dieb und steckt Foerdergelder in die eigene Tasche
Helmut, 19.03 2014, 19:37
Die Bekämpfung der Jugendarbeitslosikeit und die Reduzierung derjenigen jungen Menschen welche weder in Ausbildung noch im Beruf stehen muß für unsere Regierung unbedingt Priorität haben.In den kommenden Jahren muß daher sichergestellt werden,daß dafür die nötigen finanziellen Mittel zur Verfügung stehen.Rumänien muß es in den kommenden Jahren gelingen für die jungen Menschen des Landes die nötigen Ausbildungs-und Beschäftigungsplätze zu schaffen.Wir alle sind gefordert ob Regierung oder Unternehmen.Nur eine gut ausgebildete Jugend schafft den Wohlstand der Zukunft.
Hans Peter Duhr, 19.03 2014, 17:24
Guten Tag,


wir betreiben ein Motorgüterschiff auf Rhein und manchmal auch Donau. Für unser Schiff suchen wir zwei Auszubildende.

Unsere Idealvorstellung wäre ein junges Paar, die beide den Beruf erlernen wollen.
Bei Einzelpersonen ist es immer so, daß wegen der langen Abwesenheit von zu Hause ein gewisses Problem entsteht.

Wir suchen also ein junges Paar, das motiviert ist, den Beruf des Matrosen und später Steuermann und Schiffsführer bei uns zu erlernen. Das Schiff wird von meiner Ehefrau und mir betrieben und eben das auszubildende Paar.

Handwerkliches Geschick wäre sicher von Vorteil und eben Sprachkenntnisse der deutschen Sprache. Sonst wird es sehr schwer sein, das notwendige Wissen zu vermitteln. Die Bordsprache bei uns ist deutsch.

Für das junge Paar würde sich die Möglichkeit ergeben, in den deutschen Arbeitsmarkt zu kommen, sozial voll abgesichert. Darüber hinaus wird an Bord eine komplette Wohnung gestellt, hierfür ist nichts zu bezahlen, Wasser, Heizung und Strom, alles wird von uns übernommen.

Das interessierte Paar sollte zwischen 20 und 30 Jahre jung sein und natürlich einen Führerschein besitzen und umgänglich sein.
Die Arbeitszeit ist 40 Stunden die Woche. Das Schiff wird aber ca. 16 Stunden am Tag unterwegs sein.

Am Ende des ersten Jahres müßte die Schifferberufsschule in Duisburg besucht werden, auch dazu sind gute Sprachkenntnisse erforderlich. Die Kosten für die Schule wird von uns übernommen.
Etwa einen Monat Urlaub kann sich an die Schule anschließen. Demnach müßten die Bewerber insgesamt 8 Monate im Jahr an Bord sein.
Die Ausbildung dauert drei Jahre.
Die Ausbildungsvergütung je Person wird etwa 1000 Euro betragen im ersten Jahr.

Das Schiff könnte für das Paar das Zuhause sein für die Ausbildungszeit und auch danach. Für wichtige Besorgungen steht auch ein Bordwagen zur Verfügung.

Wir wollen ein Paar, damit ein guter sozialen Kontakt an Bord zu uns entstehen kann und die Mitarbeiter mit mehr Interesse an Bord sind.
Ein gemeinsames Ziel läßt sich eben leichter zu zweit erreichen.

Es würde uns freuen, wenn Sie in Ihrer Zeitung auf diese Möglichkeit hinweisen würden.

Gerne höre ich von Ihnen und wünsche Ihnen eine gute Zeit.

Kontaktaufnahme bitte unter
moselschiff@gmx.de

Hans Peter Duhr

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