Rumänische Autowerke exportieren 97 Prozent

APIA: In 8 Monaten schrumpfte der einheimische Neuwagenmarkt um 19 Prozent

Dienstag, 18. September 2012

Foto: sxc.hu

Bukarest (ADZ) - In den ersten acht Monaten 2011 sind in Rumänien 56.853 Neuwagen insgesamt verkauft worden, um 19 Prozent weniger als in der Vergleichsperiode des Vorjahres, teilte der Verband der Automobilhersteller und -importeure APIA mit. Beim Segment Automobile war der Rückgang mit minus 22 Prozent auf 46.823 Einheiten noch stärker.

Mit einem solchen Ergebnis falle der Neuwagenmarkt etwa auf den Stand des Jahres 2000, schätzen die APIA-Experten. Die Automärkte schwächelten jedoch auch in der Europäischen Union (im Schnitt minus 7 Prozent), hieß es weiter.

APIA stellt ferner fest, dass in acht Monaten 2,5 Mal mehr Gebrauchtwagen als Neuwagen in Rumänien zugelassen worden sind, und führte dies unter anderem auf die seit Januar 2012 rund 25 Prozent niedrigere Zulassungsgebühr für Gebrauchtwagen zurück.

Marktführer bei Neuwagen bleibt weiterhin Dacia mit 12.223 verkauften Autos und 26,1 Prozent Marktanteilen, gefolgt von Volkswagen (5345; 11,4 Prozent), Skoda (4409; 6,8 Prozent), Ford (3041; 6,5 Prozent) und Hyundai (2078; 4,4 Prozent).

Im Zeitraum Januar bis einschließlich August 2012 wurden in Rumänien insgesamt 202.474 Autos produziert und montiert, um 7,2 Prozent weniger als ein Jahr davor (Automobile minus 5,1 Prozent, leichte Nutzfahrzeuge minus 32,4 Prozent). Zu den Modellen der französischen Renault-Tochter Automobile Dacia ist nun der im Ford-Werk in Craiova produzierte B-Max hinzugekommen (allein im August 2900 Einheiten). Weggefallen sind dafür die bislang in Craiova montierte Nutzfahrzeuge Ford Transit Connect, was den Einbruch bei der Nutzfahrzeugproduktion insgesamt erklärt.

Exportiert haben die beiden Autowerke Dacia und Ford nahezu die gesamte Kfz-Produktion (97 Prozent) und zwar 197.734 Einheiten, was 3,6 Prozent mehr als in den acht Monaten des Vorjahres bedeutet. Bei Pkw waren es plus 6,5 Prozent auf 187.625 Einheiten, während die Nutzfahrzeuge 31,4 Prozent auf 10.109 Einheiten einbüßten.

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