Rumänische Wissenschaftler aus der Diaspora

Präsident Klaus Johannis traf Forscher aus In- und Ausland in Temeswar

Mittwoch, 27. April 2016

Temeswar - „Wir wünschen uns das Einbinden der rumänischen Eliten, Beziehungen zwischen der akademischen Gemeinschaft aus Rumänien und den Institutionen des rumänischen Staates zu schaffen. Diese Bindungen haben ein riesiges Potenzial und bringen uns einer Wissensgesellschaft näher, die auf Leistung, Verdienst, Kompetenz und Innovation beruht“. Das hat Präsident Klaus Johannis bei der Eröffnung der Tagung „Die Diaspora und ihre Freunde“ erklärt. Die Zahlen sprechen vom Interesse, das das vierte Treffen der Forscher aus Rumänien mit denen aus der Diaspora in Temeswar erregte: Über 950 Forscher aus dem In- und Ausland sind dieser Tage in Temeswar zusammengekommen. Die Tagung „Die Diaspora und ihre Freunde“ findet unter der Schirmherrschaft des Präsidenten Klaus Johannis statt. Veranstalter sind das Ministerium für Bildung und Forschung, die Behörde für Hochschulbildung, Forschung, Entwicklung und Innovationsförderung UEFISCDI sowie die West-Universität Temeswar, wo auch die meisten Workshops stattfinden. Als Mitveranstalter agieren die Universität „Politehnica“, die Universität für Agrarwissenschaften und Veterinärmedizin sowie die Medizin- und Pharmazie-Universität Temeswar.

Präsident Klaus Johannis sprach von seinem Engagement, vom Projekt „Gebildetes Rumänien“, das „bereits Konturen angenommen hat“. „Es soll auf die Agenda der Institutionen und der Öffentlichkeit gesetzt werden“. Er verwies auf die Bedeutung des Zusammenkommens der Forscher, die im In- und Ausland arbeiten: „Hier geht es um zwei Bereiche, die mir sehr wichtig sind, die Bildung und die Diaspora. Wir sind in einem Raum des Dialogs und der Zusammenarbeit in Schlüsselbereichen für unser Land, das Hochschulwesen und die Forschung. Im Rahmen dieser Tagung haben wir alle dasselbe Ziel: einen neuen Schritt in Richtung der Transformation Rumäniens in einen starken und wohlhabenden Staat zu gehen“.
Dabei hat der Präsident die Bedeutung der Diaspora hervorgehoben: „Heute sind Bildung und Forschung grenzüberschreitend. In meiner Sicht ist es notwendig, dass unsere Universitäten und Forschungseinrichtungen sich an die rumänische Gemeinschaften aus dem Ausland anbinden. Wir wünschen uns, Netzwerke von Spezialisten zu bilden, die ihnen ermöglichen, Projekte zusammen zu erarbeiten, ihnen auch ermöglichen, Teile von ihrer Expertise zurück ins Land zu transferieren, aber auch einen Teil der Innovation und der Kreativität Rumäniens ins Ausland zu bringen und bekannt zu machen. Viele dieser Experten sind hier anwesend und diese Tagung kann der Beginn ihrer Zusammenarbeit bedeuten“.

Auch brenzligere Probleme wurden vom Präsidenten angesprochen, denn nicht selten haben es Rückkehrer mit Hürden, vor allem bürokratischer Art, zu tun: „Zugleich ist es entscheidend,, dass die Rückkehr der rumänischen Forscher nach Rumänien keine Gelegenheit für lange bürokratische Prozesse wird, gemeint ist die Anerkennung der Diplome und die Integration der Kinder an den Schulen“.
Zuversichtlich zeigte sich Präsident Klaus Johannis jedoch im Hinblick auf die Zukunft der Forschung in Rumänien, wobei er der Diaspora eine wesentliche Rolle zumisst: „Unser Land befindet sich auf der europäischen Karte der Forschung und Innovation durch eine Reihe von Projekten mit besonderem Potenzial: der Laser in Măgurele und das Forschungszentrum für Flüsse, Deltas, Meere“. Insgesamt hofft der Präsident, dass das Projekt „Gebildetes Rumänien“ den Anfang des „Aufbaus der rumänischen Gesellschaft auf Werten der Entwicklung einer Kultur des Erfolgs bedeutet, die auf Leistung, Verdienst, Arbeit und Professionalismus basiert. Im Kontext dieser Tagung wünsche ich mir, dass die öffentliche Konsultation und Debatte über das Projekt „Gebildetes Rumänien“ das nationale Bildungs- und Forschungssystem mit den Bedürfnissen und Zielsetzungen Rumäniens in Verbindung setzt, eines Landes, das wirtschaftlich kompetitiv sein soll, so wie wir alle es uns wünschen. Für mich ist die Einbindung der Diaspora in diese Debatte wesentlich“.

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