Rummel um die Festnahme von Guru Bivolaru in Paris

12 Jahre lang konnte er sich verstecken

Dienstag, 01. März 2016

Bukarest (Mediafax/ADZ) - Gregorian Bivolaru, der in Rumänien in Abwesenheit rechtskräftig zu einer Gefängnisstrafe von sechs Jahren wegen Sex mit einer Minderjährigen verurteilt worden war, hatte 2005 in Schweden politisches Asyl erhalten und eine neue Identität angenommen: Er hieß fortan Magnus Aurolsson.
Bivolaru ist in den letzten Jahren in Paris seinem Beruf als Yoga-Lehrer nachgegangen. Einer seiner Anhänger, Mihai Stoian, hatte eine Yoga-Schule gegründet und einen Teil der Tätigkeit der Bewegung MISA dorthin verlegt. Inzwischen hatten jedoch Journalisten entdeckt, wer sich hinter der Identität des Magnus Aurolsson verbirgt.

Die rumänische Polizei hatte diesen Decknamen im Steckbrief angegeben, durch den der Guru zur Verbüßung seiner Haftstrafe gesucht wurde. Bivolaru brauchte also wieder eine neue Identität und er beschaffte sich bulgarische Papiere. Als Bulgare wurde Bivolaru auch festgenommen. Das zuständige Gericht in Hermannstadt/Sibiu hat einen Auslieferungsantrag nach Paris geschickt. Vorher aber muss sich der Guru vor einem Pariser Gericht wegen Fälschung und Vorgabe einer falschen Identität verantworten. Im schlimmsten Fall wird er eine Zeit in einem französischen Gefängnis verbringen. Von seiner Strafe in Rumänien habe er schon einen Teil abgesessen, außerdem werde er, wenn es soweit ist, über 65 sein, und für alte Leute gilt Strafmilderung, hieß es.

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