Rund 90.000 Insolvenzen seit Krisenbeginn 2008

2012 gab es 16.404 Pleiten und 125.600 Firmengründungen

Samstag, 02. Februar 2013

Symbolgrafik: sxc.hu

Bukarest (ADZ) - In den fünf Jahren seit Beginn der Finanz- und Wirtschaftskrise Anfang 2008 und bis Ende 2012 sind in Rumänien knapp 90.000 Firmen bankrottgegangen. Allein im vergangenen Jahr waren es 16.404 (2011: 16.916), teilte das Nationale Handelsregisteramt ONRC am Donnerstag mit.

Insgesamt sind seit Krisenbeginn 88.912 Firmen pleitegegangen, was etwa 9 Prozent aller Ende 2012 in Rumänien aktiver Firmen entspricht. Die meisten zahlungsunfähigen Firmen in diesen fünf Jahren stammten hauptsächlich aus dem Einzelhandel, Vertrieb, Transport und Lagerung, Bauindustrie und der verarbeitenden Industrie. Auch 2012 fanden rund 70 Prozent aller Pleiten in diesen Branchen statt. Am stärksten betroffen vom Liquiditätsausfall waren der Einzelhandel (4752 Insolvenzen), sogar mehr als 2011 (plus 2,3 Prozent).

Ihre Aktivitäten vorübergehend eingestellt haben im vergangenen Jahr 2012 insgesamt 24.078 Firmen, das sind 14,2 Prozent mehr als 2011. Ende Dezember 2012 waren mehr als eine Million aktive Gesellschaften beim Handelsregister eingetragen. Gegründet und eingetragen wurden im vergangenen Jahr mehr als 125.600 neue Firmen (2011: 132.069). Die meisten „Neulinge“ gab es im Großhandel (36.658), und in der Land- und Forstwirtschaft (20.729).

Kommentare zu diesem Artikel

Rudi, 02.02 2013, 07:56
Nicht besonders erschreckend, denn es sind ja hier sehr viele GmbH's -SRL's, vom Staat, oder von den Innhabern mangels Aktivität aufgelöst worden! Viele waren ja nur Scheinfirmen, und hier läuft ja jedes Kiosk unter einer GmbH!

Kommentar hinzufügen

* - Pflichtfeld

*
CAPTCHA-Bild zum Spam-Schutz
Wenn Sie das Wort nicht lesen können, bitte hier klicken.
*
*