Rundbrief des Demokratischen Forums der Banater Berglanddeutschen

Mittwoch, 10. April 2019

Das Rumäniendeutschtum begeht im Jahr 2020 den 75. Wiederkehrtag des Beginns der Russlanddeportation. Es wird ein Gedenkgottesdienst mit Bischof Reinhart Guib (Evangelische Kirche A.B. in Rumänien) und Bischof Msgr. József Csaba Pál (Römisch-Katholische Diözese Temeswar), in Reschitza am Samstag, dem 25. Januar 2020,  organisiert. Weitere hohe geistliche Würdenträger sind ebenfalls dazu eingeladen.

Reschitza stand seit der Wende 1989 im Mittelpunkt verschiedener Projekte, die die Russlanddeportation zum Anlass hatten. So wurde am 14. Oktober 1995 in Reschitza das Denkmal zu Ehren der verstorbenen Russlanddeportierten durch den damaligen Temeswarer römisch-katholischen Diözesanbischof, Sebastian Kräuter, und den evangelischen Landesbischof A.B. Rumäniens, D.Dr. Christoph Klein, im Beisein des damaligen Landeshauptmanns des österreichischen Bundeslandes Steiermark, Dr. Josef Krainer, eingeweiht. Am 22. Januar 2005 fand in Reschitza die landesweite zentrale Gedenkveranstaltung zu 60 Jahren seit der Russlanddeportation der Rumäniendeutschen statt. Der kirchliche Teil wurde ökumenisch von Msgr. Martin Roos, römisch-katholischer Diözesanbischof von Temeswar, Msgr. Eugen Schönberger, römisch-katholischer Diözesanbischof von Sathmar und D.Dr. Christoph Klein, Bischof der Evangelischen Landeskirche A.B. in Rumänien, aus Hermannstadt, abgehalten, während der weltliche Teil von Gästen aus dem ganzen Land bestritten wurde.

Für die 65 Jahre seit dem Beginn der Russlanddeportation haben das Demokratische Forum der Banater Berglanddeutschen und der Kultur- und Erwachsenenbildungsverein „Deutsche Vortragsreihe Reschitza” in der zweiten Hälfte des Jahres 2010 ein Fotoalbum veröffentlicht, das alle der Russlanddeportation gewidmeten Denkmäler und Gedenkplatten, die in Rumänien errichtet wurden, enthielt. Im Laufe der Jahre wurden in Dörfern und Städten, in Kirchen und auf Friedhöfen in Rumänien kleine und größere Denkmäler, kleinere und größere Gedenkplatten errichtet, die an diese schreckliche Zeit in der Geschichte der Rumäniendeutschen erinnern sollen. Einzelheiten zum Buch-Album:

„Denkmäler und Gedenktafeln für die ehemaligen deutschen Russlanddeportierten aus Rumänien.“ Herausgeber: Erwin Josef Ţigla. „Banatul Montan”-Verlag Reschitza, 2010, 132 Seiten

Im Gedenkjahr 2020 ein neues Buch-Album zum selben Thema herausgebracht, mit Ergänzungen aus dem In- und Ausland.

Im Jahr 2010 erschienenen Band sind folgende Orte Rumäniens mit Fotos erwähnt:

Banat: Bakowa, Billed,  Bokschan, Tschanad, Kischineu am Kreisch, Detta, Wolfsberg, Liebling,  Lugosch, Königsdorf, Reschitza, Schimonydorf, Kleinschemlak, Königsgnad .

Siebenbürgen: Alzen, Großpold, Arkeden, Freck, Frauendorf, Meeburg, Girelsau, Kronstadt - Bartholomä, Henndorf, Kerz, Kalan, Kleinschenk, Zeiden, Neustadt, Thalheim, Honigberg, Holzmengen, Eibesdorf, Seiburg, Marpod, Malmkrog, Mediasch, Mardisch, Meschen, Neudorf, Broos, Tartlau, Rosenau, Reichesdorf, Radeln, Petersberg, Mühlbach, Hermannstadt - Stadtpfarrkirche, Schässburg - Klosterkirche, Scharosch bei Fogorasch, Galt, Wurmloch, Wolkendorf.

Nordsiebenbürgen:

Erdeed, Bildegg, Großkarol, Kalmandi, Kaplau, Schamagosch, Fienen, Großmaitingen, Großwardein, Petrifeld, Mühlpetri, Sagas, Stanislau, Schandern, Waroli, Sukunden, Trestenburg, Terem, Schinal.

Zusätzliche Informationen über Errinerungwerke können unter der E-mail Adresse contact@erwinjoseftigla.ro oder per Post: Deutsche Bibliothek “Alexander Tietz”, Bd. Revoluţia din Decembrie, Nr. 22, 320086 Reschitza, bis 1. September 2019 eingesendet werden.

Die Nachricht sollte folgendes beinhalten: 2-3 Farbfotos vom Denkmal oder von der Gedenkplatte, mit einem kurzen Text über Standort, Zeitspanne des Errichtens bzw. der Einweihung, eventuelle Spender oder Verantwortliche für die Errichtung.

 

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