Sachsentreffen 2014 in Mühlbach

Die Vertreterversammlung des Siebenbürgenforums tagte vergangenen Samstag

Mittwoch, 20. November 2013

Geschäftsführer Benjamin Jozsa, Martin Bottesch und Dr. Karl Scheerer, der Vorsitzende und der stellvertretende Vorsitzende des DFDS (v.l.). Foto: Hannelore Baier

Hermannstadt - Das Sachsentreffen soll im kommenden Jahr am 20. September in Mühlbach/Sebeş stattfinden. Diesen Beschluss fassten die Repräsentanten des Demokratischen Forums der Deutschen in Siebenbürgen (DFDS) am Samstag auf ihrer Vertreterversammlung. Vorgeschlagen worden war desgleichen Bistritz/Bistriţa. Da hatte das Treffen jedoch 2010 stattgefunden und beschlossen worden war, verschiedene Städte zum Austragungsort zu wählen. Dadurch werde nicht bloß Abwechslung und das Einbinden jeweils anderer örtlicher Foren in die Organisation gebracht, sondern auch zum besseren Sichtbarwerden der Deutschen beigetragen, hatte der Siebenbürgenforumsvorsitzende Martin Bottesch, in seinem Bericht gesagt. Neben der Vorbesprechung des Sachsentreffens 2014 und dem Bericht des Vorsitzenden hatte die Nachbesprechung des Sachsentreffens in Schäßburg/Sighişoara zu den Hauptpunkten der Tagesordnung gehört. Rege diskutiert wurde jedoch auch die Beziehung Deutsches Forum – deutschsprachige Schule.

Martin Bottesch legte erstmals Bericht vor der Vertreterversammlung ab nach seiner Wahl zum Siebenbürgenforumsvorsitzenden im März d. J. Als bisheriges Vorstandsmitglied war er dem Aufgabenfeld nicht fremd, die Perspektive und Verantwortung seien nun jedoch andere, sagte er. Um die verschiedenen Zentrumsforen und deren spezifische Probleme besser kennenzulernen, unternahm er zusammen mit Geschäftsführer Benjamin Jozsa Fahrten zu jenen nach Sankt Georgen/Sf. Gheorghe, Bistritz, Petroschen und Lupeni.

Ferner berichtete Bottesch über die Teilnahme an Sitzungen der Saxonia-Stiftung – in deren Direktorium er nun statt dem bisherigen Siebenbürgenforumsvorsitzenden Dr. Paul-Jürgen Porr gewählt wurde – sowie an Feiern siebenbürgischer Gemeinschaften und Gesprächen mit Delegationen aus deutschsprachigen Ländern. Desgleichen erwähnt wurde die auch öffentlich bekanntgemachte Ablehnung der geplanten Goldförderung in Roşia Montană auf Zyanidbasis sowie die Suche nach Schiefergas. Von Romgaz hat das DFDS auf seine Anfrage die Mitteilung erhalten, dass in den Kreisen Hermannstadt und Muresch nach herkömmlichen Erdgasvorkommen und nicht Schiefergas gesucht werde.

Die zweitgrößte jährliche Veranstaltung des DFDS ist der Siebenbürgische Lehrertag, der heuer ebenfalls zum 23. Mal stattfand. Die Erhaltung des deutschsprachigen Unterrichts gehört zu den Aufgaben des Forums, viele Verantwortliche kümmern sich jedoch nicht darum, weil sie meinen, Schule sei Sache der Lehrer, sagte Bottesch. Er erinnerte daran, dass die Haltung der Schulbehörden sich ändert, wenn sie merken, dass man sich seitens des Minderheitenverbands für die Probleme der Schule und die Qualität des Unterrichts interessiert. Die Foren sollten es als ihre Pflicht ansehen, die Verbindung zur deutschsprachigen Schule aufrecht zu erhalten, riet Bottesch. Es sei Aufgabe des Deutschen Forums, an die Lehrer heranzutreten und Unterstützung zu bieten, sagte Helmine Pop, die Leiterin der DFDS-Schulkommission. Dr. Karl Scheerer, der stellvertretende Vorsitzende des Siebenbürgenforums, meinte, es sei wichtig, Lehrer in den Vorstand der Foren zu kooptieren, um somit einen guten Kontakt zur Schule zu haben.
Die Leistungen des Forums werden durch die Arbeit vieler bewirkt, sagte Bottesch zum Schluss seines Berichtes. Jeder trage an seiner Stelle dazu bei, dass die Aufgaben bewältigt werden können, die sich das Forum gestellt hat.

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