Säbelrasseln in Syrien sorgt für Verstimmung an der Börse

Ein Rückblick auf den Handel an der Bukarester Wertpapierbörse

Dienstag, 03. September 2013

Die Handelswoche startete mit einer leichten Kurskorrektur, die sich aber zu einem kleinen Crash entwickelte. Das Risiko eine neuen Krieges in Nahost, die Kriegsdrohungen westlicher Mächte gegen den syrischen Präsidenten, belasteten die Märkte weltweit. Vor diesem Hintergrund gefährden steigende Erdölpreise das zarte Wachstum der Weltwirtschaft. Auch in Europa sorgte Griechenland für Nervosität an den Märkten.

In der Folge gab der rumänische Markt (BET-C) um 2,48 Prozent nach, der allgemeine Index (BET) verlor 2,55 Prozent. Den stärksten Rückgang verzeichnete der Finanzwerte-Index BET-FI mit einem Wochenverlust von 2,96 Prozent. Ähnlich hart traf es auch den ROTX-Index, der um 2,75 Prozent zurückging. Der Energiewerte-Index BET-NG schließlich ging um 2,32 Prozent zurück und unterschritt somit als einziger Index eine Schwelle (bei 650 Punkten). Mit einem Tagesdurchschnitt von umgerechnet 6,68 Millionen Euro lag der Umsatz fast gleichauf mit jenem der Vorwoche. Doch anhand der rückgängigen Marktkapitalisierung war ersichtlich, dass der Markt unter Druck stand. Weniger Bewegung gab es am Anleihenmarkt, wo der durchschnittliche Tagesumsatz mit umgerechnet 0,14 Millionen Euro weniger als ein Zehntel des Umsatzes der Vorwoche ausmachte.

Vor dem Hintergrund einer allgemeinen Warte-Haltung legten vor allem sekundäre Werte stärker zu. So geschehen bei Aktien wie jenen der Bauunternehmen Cemacon (CEON, Lei, ISIN ROCEONACNOR0) und Transilvania Construcţii (COTR, Lei, ISIN ROCOTRACNOR9). Letztere legten in der vergangenen Woche 38 Prozent zu, dazu verhalf das Interesse der Investmentgesellschaft SIF Banat-Crişana (SIF1, 1,05 Lei, ISIN ROSIFAACNOR2), die 29 Prozent am Bauunternehmen kaufte. Auch zwei Maschinenbaufirmen profitierten in der vergangenen Woche und legten gut zu. Mecanica Ceahlău (MECF, 0,155 Lei, ISIN ROMECFACNOR0) und Turbomecanica (TBM, 0,0334 Lei, ISIN ROTBMBACNOR9) kletterten um 6,1 beziehungsweise um 5 Prozent. Insgesamt wiesen nur 17 Emittenten eine positive Wochenbilanz auf, 40 schlossen die Woche im Minus.

Erste konkrete Hinweise auf eine Listung des AKW-Betreibers Nuclearelectrica an der Bukarester Wertpapierbörse kamen in der vergangenen Woche auf. Mit einer Listung wird demnach ab dem 9. September gerechnet. Das wäre die erste Neulistung in diesem Jahr an der Börse in Bukarest, vor allem Makler und die Börse selber erwarten sie sehnsüchtig. Möglicherweise wird die Börse auch in dieser Woche – bedingt auch durch die Spannung in Nahost – eine schwache Woche durchlaufen. Ehe sie durch die Listung wachgerüttelt wird.

Rasdaq

Der Sekundärmarkt Rasdaq startete kraftvoll in die Handelswoche. Insgesamt belief sich der Umsatz mit Aktien am freien Markt auf knapp zehn Millionen Lei (2,25 Millionen Euro), im Durchschnitt macht das 1,99 Millionen Lei pro Tag (0,22 Millionen Euro). Der für den Sekundärmarkt sehr hohe Durchschnittsumsatz wurde von einer ganzen Serie von Sonderdeals getragen. Die Aktien des Tierfutterherstellers Nutrientul SA Palota (NUTP, 60 Lei, ISIN RONUTPACNOR7) sorgten für einen Umsatz von 2,28 Millionen Lei (0,52 Millionen Euro), das Textilunternehmen Romanofir SA Tălmaciu (ROOF, 12 Lei, ISIN ROROOFACNOR3) trug mit 0,65 Millionen Lei (knapp 0,15 Millionen Euro) bei, mit den Papieren des Schifffahrtsunternehmens Compania de Remorcare Maritimă Coremar SA Constanţa (REMO, 0,1301 Lei, ISIN ROREMOACNOR0) wurden 0,99 Millionen Lei (0,22 Millionen Euro) umgesetzt.

Devisen

Der rumänische Leu geriet in der vergangenen Woche erneut stärker unter Druck. Das allerdings war wohl für mehrere Währungen in der Gegend der Fall. Gegenüber dem Euro verlor der Leu auf Wochensicht 0,14 Prozent, die europäische Gemeinschaftswährung kletterte zeitweilig erneut über die 4,44-Lei-Marke. Am vergangenen Montag kostete ein Euro 4,4367 Lei. Im Gegensatz zu dieser Entwicklung konnte der US-Dollar den Verlust der Vorwoche mehr als wettmachen. Nach einem Minus von 0,67 Prozent legte die amerikanische Währung nun 1,11 Prozent zu. So kostete ein US-Dollar am vergangenen Montag 3,3510 Lei.

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