Sanierung bringt unerwarteten Fund ans Licht

Munition aus dem Zweiten Weltkrieg in der Lenauschule entdeckt

Donnerstag, 25. April 2013

Das deutsche Nikolaus-Lenau-Lyzeum wird derzeit saniert. Auf dem Dachboden fand man am Dienstag Munition aus dem Zweiten Weltkrieg.
Foto: Zoltán Pázmány

Temeswar – Die Sanierungsarbeiten an der Nikolaus-Lenau-Schule in Temeswar/Timişoara haben bereits begonnen, wurden jedoch Anfang der Woche von einem unerwarteten Fund kurz unterbrochen. Auf dem Dachboden der Schule wurden insgesamt 38 Patronen fürs Maschinengewehr gefunden. Die Arbeiter riefen sofort die Polizei an und warteten bis die gefährliche Munition vom Dachboden entfernt wurde. Laut Angaben der Polizisten stammen die Patronen aus Zweiten Weltkrieg.

Die Arbeiter bauten am Dienstag Morgen einen alten Schornstein im Dachboden der Lenauschule ab. Kurz nach dem Abbau entdeckten sie hinter einem Holzbalken einige merkwürdige Objekte in einem Stück Stoff. Als sie den Stoff ausbreiteten, entdeckten sie die Patronen und benachrichtigten die Polizei. Die MG-Munition aus dem Zweiten Weltkrieg wurde von den Fachleuten des Banater Inspektorats für Notfallsituationen (ISU) übernommen und wird unter Aufsicht vernichtet. Der gesamte Dachboden wurde durchsucht, um weitere gefährliche Objekte zu entdecken. Die Polizisten konnten jedoch nichts weiteres entdecken. Der Unterricht in der Lenauschule wurde nicht unterbrochen.

Die Sanierung des Schulgebäudes startete vor Kurzem. Das Gebäude des deutschen Lyzeums in Temeswar soll bis Jahresende eine neue Fassade erhalten, der Dachstuhl soll saniert werden und die Innenhöfe sollen ein neues Gesicht bekommen. Insgesamt 700.000 Euro fließen in die Sanierung der deutschen Schule - Mittel, die die Kreditanstalt für Wiederaufbbau (KfW) aus Frankfurt am Main als Darlehen zur Verfügung stellt.

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