Sanktannaer Schule wird Stefan W. Hell-Schule

Name des Nobelpreisträgers soll anspornen

Donnerstag, 19. Februar 2015

Die Gymnasialschule aus Sanktanna
Foto: Zoltán Pázmány

Sanktanna - Die Arader Kleinstadt Sanktanna/Sântana, 10.000 Einwohner darunter auch noch eine kleine aber aktive deutsche Gemeinschaft, 22 Kilometer von der Kreishauptstadt Arad entfernt, ehrt ihren wohl berühmtesten Sohn: Laut Prof. Ana Höniges, stellvertretende Direktorin der hiesigen Gymnasialschule (I-VIII. Klasse), hat die Schulleitung kürzlich beschlossen, der Schule den Namen des deutschen Wissenschaftlers Stefan Walter Hell, des Nobelpreisträgers für Chemie 2014, zu geben.  Der Wissenschaftler Stefan W. Hell wurde in Sanktanna am 23. Dezember 1962 geboren, hat hier seine Kindheit verbracht und die deutsche Abteilung der vorgenannten Gymnasialschule und anschließend, wie bekannt, das Temeswarer Deutsche Lenau-Lyzeum besucht.

Laut Prof. Höniges soll der Name des Nobelpreiträgers der Schule nicht nur eine neue Visitenkarte - der ehemalige Sanktannaer Schüler Stefan W. Hell ist nicht nur Nobelpreisträger sondern seit 2012 auch Ehrenmitglied der Rumänischen Akademie - verleihen, sondern auch einen wichtigen Lernansporn für die Schüler darstellen. Die Gymnasialschule, die kurz nach der Wende durch die starke Auswanderung der deutschen Einwohner, vieler Schüler und aller ihrer Lehrer schwere Zeiten durchgemacht hat, ist heute eine modern ausgestattete Schule mit 383 Schülern und 22 Lehrern (darunter nur fünf Hilfslehrer). Die deutsche Schulabteilung wird derzeit von nahezu 200 Schülern besucht. Die Schule verfügt über 14 Klassenräume, drei Labors (Chemie, Physik, Biologie), ein IT-Kabinett, eine Bibliothek mit 11.900 Bänden und einen Sportplatz.

Kommentare zu diesem Artikel

Johann, 20.02 2015, 19:52
Die Umbenennung ist voellig angebracht. Es bleibt lediglich die Frage, ob sich der Namensgeber auch ueber die Farbe des Gebaeudes im Bilde war...
Falls ja, haette ich an seiner Stelle die Ehrung nur unter dem Vorbehalt angenommen, mit dem Namen auch gleichzeitig die Farbe zu aendern. Es ist ja aber gluecklicherweise auch heute noch nicht zu spaet.
Ich zerbreche mir jedenfalls immer noch den Kopf darueber, wer fuer diese ausgefallene Farbgebung Pate gestanden hat.

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