Sathmarer fährt Wüstenrallye auf dem Motorrad

Emanuel Gyenes: 20 Rennen auf unwegsamem Gelände

Mittwoch, 08. August 2018

Emanuel Gyenes bei der Rallye Dakar 2018 in Argentinien. Foto: PR-Abteilung des Fahrers

Wir hatten die Möglichkeit, mit Emanuel Gyenes, dem Rallyefahrer aus Sathmar, über Skype zu sprechen. Sehr pünktlich beim Interview, ausführlich und freundlich hat er uns auf alle Fragen geantwortet, obwohl er bei einer Ausstellung in Budapest war.

Von der Firma Autonet, die uns auch das Interview ermöglicht hat, spricht der Rallyefahrer in höchsten Tönen. Er arbeitet hier seit zehn Jahren und  bekommt von ihr die volle Unterstützung.

Gyenes erzählt gerne, aber sehr bescheiden über alle seine eindrucksvollen Leistungen. In einer Saison (von Januar bis Januar) nimmt er an ungefähr 20 Wettbewerben teil. Dakar ist der erste und wichtigste für ihn. Er nimmt auch an Enduro und Enduro Cross in Ungarn, Redbull Romaniacs in Hermannstadt  und auch an einigen Etappen der Meisterschaft teil, die er sie als gute Trainigsmöglichkeiten für die Dakar empfindet.

Während der schönen Jahreszeiten trainiert der Rallyefahrer draußen mit dem Motorrad, aber ab November möchte er eine Verletzung vermeiden, deshalb geht er ins Fitnessstudio. Schon zwei Monate vor der Dakar-Rallye fängt Gyenes damit an, um körperlich vorbereitet zu sein. Für so ein anstrengendes Rennen, behauptet der Fahrer, muss man aber nicht nur körperlich, sondern auch psychisch vorbereitet werden. Man muss die Motivation jeden Morgen zwei Wochen lang finden, schon um 4:30 Uhr den Tag anzufangen. Um sich nach der Dakar-Rallye zu erholen, braucht Gyenes etwa 7-10 Tage.

Das Feldlager oder Biwak in der Dakar-Rallye ist immer nahe an einer Stadt aufgeschlagen. 2009 wurde diese Rally aus Sicherheitsgrünnden von Afrika nach Südamerika verlegt. Das Lagerleben sei dadurch viel besser geworden, als zuvor in Afrika, sagt der Fahrer Die Sicherheitsmaßnahmen wurden auch verbessert: das Militär sorgt dafür, dass das Publikum nicht ins Lager kommt und die Lebensbedingungen (Essen, Gesundheitspflege) sind auch erheblich besser.

Dieses Jahr hat Emanuel Gyenes an der Dakar zum achten Mal teilgenommen. Er sagt, das sei bisher das anstregendste Rennen gewesen. Es war das 40. Jubiläum und deshalb waren die Rallyebedingungen besonders hart. Nur ungefähr 80 von 180 Teilnehmern sind ins Ziel gekommen. Die Dakar-Rallye hat ausnahmsweise dieses Jahr 14 anstatt 10 Tage gedauert. Höhepunkt eines Tages war eine Strecke von 1150 km, die gefahren wurden. Trotz allen Schwierigkeiten und harten Bedingungen kann der Fahrer kaum erwarten, nächstes Jahr weiter mitzumachen.

Sein größter Wunsch für die Zukunft wäre, in einer Saison am Marathonrallye-Worldcup mitzumachen. Da dies jedoch ein sehr hohes Budget verlangt, und er auch für die anderen Wettbewerbe einen Geldbetrag aufbringen muss, bleibt im Moment seine Konzentraion auf Dakar, Enduro in Ungarn und auf Redbull Romaniacs.

 

Dieser Beitrag ist innerhalb eines Jugendprojektes „Schreibwerkstatt Journalistik“ in Sathmar als Konzept des Medienvereins FunkForum entstanden. Es beteiligten sich Schüler deutschsprachiger Schulen aus Sathmar, Großwardein und Großkarol. Umgesetzt wurde dieses aus Mitteln des Auswärtigen Amtes der Bundesrepublik Deutschland sowie aus Eigenmitteln des DFD Kreis Sathmar und des Kulturverbandes Sathmarense. Organisatoren der Veranstaltung waren der ifa-Kulturmanager in Sathmar, Arthur Glaser, und die Geschäftsführerin der Jugendorganisation Gemeinsam, Gabriela Rist.

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