Schadensbilanz in Temeswar

20 Millionen Lei sind für Reparaturen an Schulen notwendig

Freitag, 22. September 2017

Temeswar - Der Bürgermeister von Temeswar, Nicolae Robu, hat am Mittwoch die endgültige Schadensbilanz in Temeswar vorgestellt. Allein die für die Reparatur der beschädigten Schulgebäude in Temeswar benötigte Summe beträgt fast 20 Millionen Lei. Die Regierung zieht aber eine Entschädigung von zwei Millionen Lei in Betracht. Über die Summe wurde mehrmals Anfang dieser Woche diskutiert. Innerhalb der Sitzungen des Notfallausschusses in der Temeswarer Präfektur in Anwesenheit des Premierministers Mihai Tudose wurde zuerst eine Summe von 1,5 Millionen Lei erwähnt. Später, nach einer umfangreichen Schadensevaluation seitens des Temescher Katastrophenschutzes (ISU Banat), ist man zu der Summe von zwei Millionen Lei für Reparaturen an den Temeswarer Schulen gekommen. Insgesamt 23 Bildungseinrichtungen sind auf der Liste wiederzufinden. Infolge der Evaluation des Temeswarer Bürgermeisteramts ist aber die notwendige Summe auf 20 Millionen Lei berechnet worden. Die Gesamtschäden an Temeswarer Schulen infolge des Sturmes am Sonntag wurden von Vertretern des Bürgermeisteramts auf 19,2 Millionen Lei geschätzt. 1,3 Millionen Lei sollen für die Reparatur von Krankenhausgebäuden ausgegeben werden. Somit werden von der Regierung knapp über zehn Prozent der notwendigen Reparaturmittel sichergestellt. Der Rest von fast 90 Prozent wird aus eigenen Mitteln der Stadt ausgegeben.

Vier Schulen blieben auch am Donnerstag geschlossen. Am I.C. Brătianu-Kolleg, Technischen West-Kolleg sowie am Temeswarer Kunstlyzeum fand in dieser Woche gar kein Unterricht statt. Eine Schule in der Temescher Gemeinde Bethausen blieb ebenfalls geschlossen. Vier Tage nach dem Unwetter gibt es immer noch Ortschaften (über hundert am Donnerstag) ohne elektrischen Strom und Leitungswasser. Das Problem hätte der Energieanbieter ENEL lösen sollen, allerdings ging es damit überhaupt nicht zügig voran. Die Situation wurde vom Temescher Kreisratsvorsitzenden und der Temescher Präfektin innerhalb eines offenen Briefes kritisiert. „Wir fordern nochmals, öffentlich, von der Gesellschaft ENEL, alle notwendigen Maßnahmen zu ergreifen, damit alle Temescher Ortschaften und deren Bürger über elektrischen Strom verfügen. Es ist unfassbar, dass Tage nach dem Unwetter für dieses Problem keine schnellere Lösung gefunden wird“, heißt es im offenen Brief der Behörden. Innerhalb des Notfallausschusses in Temeswar verlangte auch Premierminister Tudose, die Wiederaufnahme der Energieversorgung zu beschleunigen. Dies scheint dem Energiebetreiber offensichtlich Probleme zu bereiten. Die Regulierungsbehörde für Energie (ANRE) hat ENEL geldlich bestraft, da die Gesellschaft die Frist für die Lösung des Stromausfalls nicht eingehalten hat.

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