Schafhirten sorgen für Aufregung im Parlament

Zwei Artikel im Jagdgesetz müssen abgeändert werden

Donnerstag, 17. Dezember 2015

Die Schafhirten vor dem Parlament: Dem Organisator der Proteste wurde von der Gendarmerie eine fette Strafe von 20.000 Lei aufgebrummt, weil die Teilnehmer den Kordon der Ordnungshüter durchbrochen und sich Zugang in den Hof des Parlaments verschafft haben.
Foto: Mediafax

Bukarest (Mediafax/ADZ) - Für einige Aufregung im Zentrum von Bukarest und im Parlament hat Mittwoch der Protest der Schafhirten gesorgt. Rund 3000 Schafhirten und Schafzüchter waren erschienen, um gegen das abgeänderte restriktive Jagdgesetz vorzugehen, das ihre Arbeit erschwert.

Es gab Gerangel mit den Gendarmen, die Protestierenden drangen in den Innenhof des Senats ein, eine Abordnung verhandelte im Büro des Senatsvorsitzenden Călin Popescu Tăriceanu. Die Schafhirten erklärten, sie würden den Platz nicht verlassen, bis nicht eine schriftliche Erklärung mit dem Parlament unterschrieben wird.

Es geht hauptsächlich um zwei Artikel im abgeänderten Jagdgesetz 149/2015: Der eine beschränkt die Anzahl der Schäferhunde einer Herde auf drei im Gebirge, auf zwei im Bergland und auf einen in der Ebene. Der andere Artikel verbietet das Weiden der Schafe in der Zeitspanne 6. Dezember – 24. April, um das Wild zu schützen.

Beide Artikel sollen aus dem Gesetz entfernt werden, es gibt aber Unklarheiten darüber, wie das zu geschehen hat. Eine Dringlichkeitsverordnung der Regierung wäre das Einfachste, Premier Dacian Cioloş will es aber dem Parlament überlassen, das von ihm initiierte und ausgearbeitete Gesetz zu ändern.

Kommentare zu diesem Artikel

Tourist, 17.12 2015, 17:39
dieses neue Gesetz finde ich sehr, sehr gut. Ich verstehe nicht warum ein Cioban zehn oder mehr scharfe Hunde haben muss, die jeden Menschen als Feind ansehen und extrem bissig sind. Können die ihre Hunde nicht besser trainieren. Dass man einen Schutz gegen Bären und Wölfe braucht, verstehe ich ja, aber das Gebirge gehört nicht den Cioban allein, auch Wanderer, Radfahrer, Bergsteiger haben Rechte und wollen ohne Fleischwunden und vor allem lebendig wieder von ihrem Tagesausflug nach Hause kommen. Da ich selber vor einem Jahr nur 500 Meter von der Seilbahnstation in Azuga entfernt von einer Meute von 15 scharfen Hirtenhunden ohne Grund umzingelt und attakiert wurde und nur mit extremen Glück noch heil davon gekommen bin, wünsche ich mir genau so ein Gesetz, dass die Zahl der Hunde beschränkt und die Hirten zum Einhalten von Regeln zwingt.

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