Scharfe Geschütze gegen schlechte Wirtschaftspolitik

BNR-Berater Lucian Croitoru über die Krise

Samstag, 18. Februar 2012

Bukarest (Mediafax/ADZ) - Aufsehen erregte in den Medien ein Kommentar von Lucian Croitoru, Berater des Gouverneurs der Rumänischen Nationalbank, Mugur Isărescu, im Zusammenhang mit der Krise in Rumänien und auf Weltebene. Lucian Croitoru wurde im Jahr 2009 von Präsident Traian Băsescu als Premierminister vorgeschlagen, vom Parlament aber nicht bestätigt.
Der Wirtschaftsfachmann fährt scharfe Geschütze nicht nur gegen die rumänische politische Klasse, sondern er bezichtigt selbst die wirtschaftlich entwickelten Länder des Dirigismus. Der Eingriff der Regierungen zur Rettung privater Banken und Wirtschaftsunternehmen übertrete das Prinzip der Verantwortung für die eigenen Entscheidungen und beeinträchtige die Konkurrenz.

In Rumänien sei die Krise das Ergebnis des Scheiterns aller Regierungen nach 1989. Gleich nach der Revolution hätten sich „Cliquen“ gebildet, die Symbiose zwischen Politik und Wirtschaft. Den wahren Unternehmer, der selbst Risiken eingeht, gebe es gar nicht.
Auch nahm Lucian Croitoru die Steuergesetzgebung aufs Korn. Die ständige Änderung der Gesetze gefährde den Profit. Vor allem Staatsunternehmen haben Schulden beim Staatsbudget in Höhe von beinahe 3,3 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Diese Schulden werden hin und wieder einfach gestrichen.

Kommentare zu diesem Artikel

Helmut, 18.02 2012, 17:28
Herr Croitoru hatb vollkommen recht mit seinen Aussagen.
Aber welche Konsequenzen wird die rumänische Politik/Regierung daraus ziehen?
Wahrscheinlich keine und das wird wieder zum Schaden des Landes sein.
Ein Kreislauf der endlich unterbrochen gehört.

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