Schleppkahn auf der Donau gekentert

800 Tonnen Düngemittel MPK 81624 an Bord – Gefahr der Verseuchung der Donau

Donnerstag, 12. Februar 2015

Neumoldowa – 300 m vor Neumoldowa/Moldova Nouă ist ein Schleppkahn mit einem Düngemittelmix aus Phorphor, Kalium und Stickstoff (Handelsbezeichnung: MPK 81624) plötzlich in der Donau untergegangen. Bis zum Zeitpunkt der Durchgabe dieser Meldung war die Ursache des Kenterns unbekannt, zumal sowohl relativ gute Witterungsverhältnisse (für diese Jahreszeit) herrschten, als auch die Donau ruhig war und an jener Stelle auch keinerlei Hindernisse unter Wasser bekannt sind. Der Schleppkahn sank binnen Minuten. Nun sind flussab dieser Stelle Vertreter des Katastrophenschutzes ISU „Semenic“ und der Agentur für Umweltschutz im Dauereinsatz und nehmen jede Viertelstunde Wasserproben aus der Donau, um sofort an die donauabwärts gelegenen Städte, die ihr Trinkwasser aus der Donau herausfiltern, Warnmeldungen abzugeben, falls sich die Düngemittel im Donauwasser aufzulösen beginnen.

Die Düngemittel sind wasserdicht verpackt, gaben die Vertreter der rumänischen Eigner des Schleppkahns und das Frachtunternehmen zu Protokoll, aber wenn der Kahn und seine Ladung nicht binnen allerkürzester Zeit gehoben wird, bestehe eine reelle Gefahr der Verseuchung des Donaustausees beim Eisernen Tor – in dessen Rückstau der Schleppkahn kenterte – und der gesamten unteren Donau, die, zum Glück, gegenwärtig einen relativ hohen Wasserstand hat, weil im Pannonischen Becken vor einigen Tagen bei Regen- und Schneeregenschauern die Schneeschmelze eingesetzt hat. Wie die Präfektur in Reschitza/Reşiţa und der Kreisrat mitteilen, sind bereits Bergungsfachleute und –ausrüstungen unterwegs zur Unfallstelle. Trotz der Tatsache, dass die Versicherung abgegeben wurde, dass die Chemikalien wasserdicht verpackt sind, ist größte Eile geboten, meinen die Vertreter der Agentur für Umweltschutz, weil die drei Chemikalien dieses Düngemittels für den Menschen in hoher Konzentration extrem giftig sein können.

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