Schließung der Temescher Müllhalden hat begonnen

Desinfizierung und Abdichtung der Erde wird bis 2014 dauern

Freitag, 10. Mai 2013

Die Müllhalde bei Paratz im Verwaltungskreis Temesch wird desinfiziert.
Foto: Zoltán Pázmány

Temeswar - Die Müllentsorgungsanlage in der Temescher Ortschaft Giseladorf/Ghizela wird seit Februar bei voller Auslastung benutzt. Der ganze Abfall aus dem Kreis Temesch/Timiş wird dort abgelagert und sortiert. Das heißt, dass alle Müllhalden aus dem Verwaltungskreis demnächst geschlossen werden müssen.

Insgesamt sechs solche Halden gibt es im Kreis. Auch wenn dort kein Müll mehr abgelagert wird, ist der Boden mit gefährlichen Substanzen aus dem Abfall vergiftet. Damit die Gegend keine Gefahr für die Gesundheit der Bewohner aus der unmittelbaren Umgebung darstellt, soll das Gelände der ehemaligen Müllhalden ökologisch gesichert werden. Die Desinfizierung wird aber schrittweise erfolgen, sodass bis kommendem Jahr alle Halden endgültig geschlossen und gereinigt werden müssen. „Alle alten Müllhalden aus dem Kreis Temesch wurden geschlossen. Die Reinigung der Gegend und die Abdichtung der Erde soll bis spätestens Mitte des kommenden Jahres erfolgen“, sagt Călin Dobra, der stellvertretende Vorsitzender des Temescher Kreisrats. Die Müllhalde in unmittelbarer Nähe der Ortschaft Schag/Şag, bei Paratz/Parţa, wird demnächst mit einer Geomembran abgedeckt und auf dem Gelände wird Gras gesät.. Diese Prozedur könnte bis zu 18 Monaten dauern. Die Gesamtinvestition für die Schließung, Säuberung und Abdichtung der ehemaligen Müllhalden beträgt 25 Millionen Lei.

Alle Firmen, die sich mit dem Müllsammeln im Verwaltungskreis beschäftigen, sind seit Anfang des Jahres verpflichtet, den Abfall in der umweltfreundlichen Deponie abzulagern. Der Bau der Müllentsorgungsanlage in Giseladorf war Teil eines umweltschonenden Projekts. Die Errichtung der Anlage dauerte mehrere Jahre und obwohl die Arbeiten bereits 2011 abgeschlossen wurden, dauerte es noch einige Zeit, bis die neue Deponie auch benutzt werden konnte. Erst seit Frühling 2012 wird dort Müll abgelagert und erst seit Anfang dieses Jahres wird die Anlage bei voller Leistung benutzt.
Das Projekt der Mülldeponie in Giseladorf wurde über POS-Umweltfonds von der EU finanziert. Der Gesamtwert belief sich auf fast 41 Millionen Euro ohne Mehrwertsteuer. Der Zuschuss des Temescher Kreisrats betrug sechs Millionen Euro. Das nachhaltige Projekt, das auch den Bau der Mülldeponie in Giseladorf einschließt, hat einen Gesamtwert von 50 Millionen Euro. Es  sieht nicht nur den Bau der Deponie vor, sondern auch die Schließung der alten Müllhalde bei Paratz und den Bau von Transferstationen in Temeswar/Timişoara und Umgebung.

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