Schmuggelbekämpfung im Donaudurchbruch

Tonnenweise Mehl beschlagnahmt, Schmuggelzigaretten und Alkohol

Dienstag, 25. Oktober 2016

Reschitza – Mehr als 1100 Liter einer „farblosen Flüssigkeit, die stark nach Schnaps riecht“ (so der Wortlaut des Kommuniqués der Grenzpolizei), über achteinhalb Tonnen Weißmehl und Kleie in 40-Kilo-Säcken, große Mengen Schmuggelzigaretten und geschmuggelten Bohnenkaffee sowie hohe Geldsummen hat die Grenzpolizei mit Hilfe von Polizeieinheiten zur Bekämpfung des Organisierten Verbrechens und mit Zöllnern am Wochenende in den Ortschaften des Donaudurchbruchs beim Eisernen Tor beschlagnahmt. Begleitet wurde die Schmuggelbekämpfung von der Staatsanwaltschaft des Stadtgerichts Neumoldowa und deren Erstem Staatsanwalt.

Die Hausdurchsuchungen wurden durchgeführt bei zwei der Bewohner der Do-nauklamm, die als außerordentlich rege mit Schmuggel beschäftigt gelten und die über eigene Fischerboote verfügen, die mit starken Bootsmotoren ausgestattet sind. Diese sollen sie für Schmuggel-Pendelfahrten über die Donau nutzen, zumal sie, als der serbischen Minderheit Rumäniens angehörig, überhaupt keine Sprachschwierigkeiten haben im südlichen Nachbarland. Durchsucht wurde auch eine Handelsfirma, die bekannt ist dafür, oft über „Waren aus Serbien“ zu verfügen, denen gegenüber Handelswaren aus Rumänien keinem Preisvergleich standhalten.

Beschlagnahmt wurden am vergangenen Wochenende 7450 kg Weißmehl, 1120 kg Kleie vom Weizen, 1118 Liter der erwähnten „farblosen Flüssigkeit mit Schnapsgeruch“, mehrere Kisten Schmuggelzigaretten und viele Päckchen gemahlener Bohnenkaffee. Bei den Haus- und Firmendurchsuchungen wurden auch 278.045 Lei, 7.755 Euro und 180.200 tschechische Kronen beschlagnahmt, von denen die Ordnungskräfte behaupten, dass sie sämtlich beim Schmuggelgeschäft zum Einsatz kommen, bzw. „im Bezug zur Causa stehen“, wie es Ramona Cârdu, die Sprecherin des Grenzschutzes, formuliert hat. Der Gesamtwert der beschlagnahmten Güter liege bei 50.000 Lei, gab sie noch an.

Mit dieser Durchsuchungsaktion hat die neueste Untersuchungswelle zum Schmuggel in einem der ältesten Schmuggelgebiete Europas gerade erst begonnen, gab der Grenzschutz den Medien zu verstehen. Nach Abschluss der Verhöre wollen die Staatsanwälte entscheiden, was in jedem Einzelfall rechtlich weiter zu tun ist.

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