Schnaps, Palinka und Gulasch

Banater Festivals für Feinschmecker

Freitag, 26. Oktober 2012

In Reih und Glied: Angeheizte Banater Gulaschkessel
Foto: Zoltán Pázmány

Temeswar - Wie alljährlich, zu spätherbstlicher Zeit, veranstaltet das Temescher Kleinstädtchen Fatschet/Făget das im ganzen Südosten des Kreises Temesch beliebte und etwas hochtrabend benannte „Internationale Festival des Schnapses und der Banater Küche“. Das traditionelle Stelldichein der Schnapsbrenner aus diesem Landstrich am Fuß des Poiana-Ruscăi-Gebirges, das in diesem Herbst die vierte Auflage erlebt, lockt jedoch immer mehr Schnapsbrenner und Feinschmecker aus dem Banat und gar aus den Nachbarländern an.

Heuer werden in der Stadt der Kastanien, wie das Städtchen mit seinen knapp über 7000 Einwohnern und zehn eingemeindeten Ortschaften noch genannt wird, außer den schon angesagten 35 lokalen Schnapsproduzenten etliche Konkurrenten und Gäste aus Ungarn und Serbien erwartet. Die Wettbewerbsjury besteht aus Politikern, Kulturpersönlichkeiten und Vertretern der Kommunalverwaltung. Sämtliche Teilnehmer, sowohl die diesjährigen Preisträger als auch die Produzenten, die leer ausgehen, werden in einen Katalog der Banater Schnapsbrenner eingetragen.

Die Veranstaltung, Hauptorganisator ist die Fatscheter Stadtverwaltung, wird heute, um 11 Uhr, auf dem Gelände des Fatscheter Marktplatzes eröffnet. Auf der Freilichtbühne werden zahlreiche Volkssänger, Tanz- und Folkloregruppen auftreten, das gesamte Programm wird heuer vom TV-Sender Favorit aufgenommen und gesendet.

Ein weiteres Festival, diesmal ein „Gulasch- und Palinka-Festival“ geht diesen Sonntag in Kowatschi/Covaci, ein sechs Kilometer von der Kreishauptstadt Temeswar entferntes Dorf, über die Bühne. Diese vor wie nach der Wende etwas vernachlässigte Banater Ortschaft hat eine interessante Entstehungsgeschichte: Der Ortsnamen kommt von dem ungarischen Vermessungsingenieur Kovás. Der Ort wurde zwecks Tabakbau als Binnensiedlung 1843-44 von 30 aus Saderlach, im Kreis Arad, zugewanderten Familien gegründet. Kurz nach der Wende lebten hier noch einige Dutzend Deutsche, derzeit besteht der Großteil der Einwohnerschaft aus zugewanderten Familien aus der Moldau.  Die erste Auflage dieser Veranstaltung wird um 12 Uhr auf der Terrasse der Pension Anette aus Kowatschi eröffnet. Ein Folkloreensemble wird den ganzen Tag über für echte Banater Volksmusikklänge und gute Laune sorgen. Der Eintritt ist frei.

Kommentare zu diesem Artikel

Keine Kommentare

Kommentar hinzufügen

* - Pflichtfeld

*
CAPTCHA-Bild zum Spam-Schutz
Wenn Sie das Wort nicht lesen können, bitte hier klicken.
*
*