Schneechaos kostet drei Präfekten Kopf und Kragen

Vizepremier Dragnea mit Schneeräumung unzufrieden

Dienstag, 04. Februar 2014

Bukarest (ADZ) - Die nach den schweren Schneestürmen von letzter Woche nur schleppend verlaufenen Schneeräumungsarbeiten haben bisher drei Präfekten Amt und Würden gekostet. Nachdem die Regierung zunächst den Präfekten von Buzău wegen Untätigkeit entlassen hatte, entschlossen sich am Wochenende die ihrerseits angeschlagenen Präfekten von Constanţa und Brăila zum Rücktritt, um einer Entlassung vorzukommen. In den drei Kreisen waren auch Tage nach dem Schneechaos noch Dutzende Dörfer komplett von der restlichen Welt abgeschnitten.

Während der Präfekt von Buzău, Gabriel Baltă, zwei Tage nach dem Schneesturm nicht einmal wusste, welche Dörfer seines Verwaltungskreises eingeschneit waren, hatte der Unglücksrabe von Brăila, Gheorghi Obreja, für reichlich Lacher gesorgt, nachdem er unvorsichtigerweise selbst in Schneeverwehungen steckenblieb und die Einsatzkräfte vor Ort sich fast zwei Tage lang bemühten, ihn zu befreien, statt zu den zahlreichen isolierten Ortschaften vorzudringen. Sein Konstanzaer Amtskollege Eugen Bola musste indes während eines Arbeitsbesuchs von Vizepremier Dragnea seinen Hut nehmen – ebenfalls wegen mangelhaften Krisenmanagements.

Kommentare zu diesem Artikel

Sraffa, 04.02 2014, 23:06
Ja, aber jetzt wurden offensichtlich Fehler korrigiert; das ist überall so - eigentlich ein normaler Vorgang. Das Schönste wäre wenn sich alle anderen Präfekten dort daran ein Beispiel nehmen würden. Insofern waren diese Präfekten überhaupt nicht unnütz : Sie taugten sehr gut als abschreckendes Beispiel für andere Präfekten.
Parteibuch-Kompetenz hasse auch ich und es ist nichts Rumänien-Spezifisches; ein Beispiel in D ist z.B. Friedrichs, der jetzige Landwirtschaftsminister.
Manfred, 04.02 2014, 19:41
Du warst schon mal besser,Sraffa!Wer hat denn die Präfekten eingesetzt?Und nach welchen Kriterien?In aller Regel nach dem Parteibuch-Kompetenz steht da erst an der dritten Stelle!
Sraffa, 04.02 2014, 17:38
Das zeigt daß die aktuelle Regierung durchaus handlungsfähig im öffentlichen Interesse ist.

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