Schrebergärten für die Städter

Parzellen für Hobbygärtner

Donnerstag, 24. November 2016

Temeswar - Auf eine lobenswerte Initiative der Banater Universität für Landwirtschaftswissenschaften und Tiermedizin Temeswar hin könnten schon baldigst die ersten Schrebergärten in der Begastadt entstehen: Laut Alexander Degianski, dem Direktor der Versuchsfarm im Rahmen der Banater Uni, beabsichtigt man, so bald wie möglich die ersten Parzellen mit einer Fläche von 250 bis 400 Quadratmetern jenen Einwohnern der Stadt bzw. Liebhabern des Gartenbaus zuzutei len, um Schrebergärten für Gemüse- und Obstbau anzulegen. Diese Parzellen sollen mit allen nötigen Utilitäten ausgestattet werden: Anschluss an die Kanalisierung, Wasserleitung und das Stromnetz. Für die städtischen Hobbygärtner und ihre Familien sollen nach dem Modell der Schrebergärten aus westeuropäischen Ländern(besonders in Deutschland beliebt und mit einer langjährigen Tradition) auch kleine Holzhütten errichtet werden. In nächster Zeit möchte die Leitung der USAB-Versuchsfarm eine Fläche von den zur Verfügung stehenden landwirtschaftlichen Flächen auswählen und diese parzellieren. Die Art und Weise der Zuteilung dieser Parzellen an Interessenten ist noch nicht festgelegt.

Man erinnert sich in Temeswar noch an eine ähnliche Initiative der ehemaligen Stadtverwaltung unter Bürgermeister Gheorghe Ciuhandu. Geplant war, ungenutzte Bodenflächen und ungepflegte Grünzonen (z.B. im Süden der Stadt an der Giroker Straße) Bewohnern zuzuteilen bzw. an interessierte Hobbygärtner zu vermieten. Hauptziel der Stadtverwaltung war, diese verwilderten, zum Teil auch herrenlose Bodenflächen im Weichbild der Stadt, aber auch die illegal in etlichen Stadtvierteln hinter den Wohnblocks angelegten improvisierten Gärtchen, abzuschaffen. Von diesen schönen Plänen konnte leider keiner verwirklicht werden. Nicht wegen der fehlenden Befürworter dieser grünen Initiative oder Interessenten, sondern, wie damals verlautet wurde, wegen der unklaren Eigentumsverhältnisse eines Großteils dieser Flächen.  Die derzeitige Stadtverwaltung unter PNL-Bürgermeister Nicolae Robu hat desgleichen ihr großes Interesse an der Neugestaltung und Pflege der städtischen Grünzonen bekundet: Schrebergärten wären wohl eine willkommene Lösung, da man nicht nur die Garagen sondern auch die zum Teil verwahrlosten illegalen Gärten hinter den Wohnblocks auf einem Terrain, dessen Eigentümer die Stadt ist, abschaffen und da Parks und Kinderspielplätze anlegen möchte.

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