Schüler entdecken Schulgeschichte

Rund 300 Schüler werden in dieser Woche zur Schulausstellung im Teutsch-Haus erwartet

Donnerstag, 05. April 2012

Daniela Păpăinog (re.) vom Noica-Lyzeum führte eine Schülergruppe durch die Ausstellung.
Foto: Holger Wermke

Hermannstadt - Die Geschichte der Hermannstädter Schulen steht im Mittelpunkt einer Ausstellung im Kultur- und Begegnungszentrum „Friedrich Teutsch“. Die Ausstellung entstand im Rahmen der derzeit laufenden, landesweiten Projektwoche „Schule anders“ und ist noch bis Freitag zu sehen.

„Welt der Archive“ heißt das Projekt, dass am Brukenthal-Gymnasium erdacht und gemeinsam mit dem Pädagogischen Lyzeum sowie dem „Constantin Noica“-Lyzeum durchgeführt wurde. Außerdem beteiligten sich die Hermannstädter Zweigstelle des Zentralhistorischen Archivs sowie das Kultur- und Begegnungszentrum „Friedrich Teutsch“.

Die Leiter der beiden Institutionen, Alexiu Tatu und Gerhild Rudolf, sowie Ioan Popa, Geschichtelehrer am Brukenthal-Gymnasium, eröffneten vor den etwa zwei Dutzend anwesenden Schülern die Ausstellung. „Die Ausstellung versucht, die reiche Schultradition beziehungsweise die multikulturelle und mehrsprachige Tradition Hermannstadts zu würdigen“, meinte Popa.

Insgesamt haben die 44 Schüler 14 thematisch aufbereitete Tafeln zusammen gestellt. Er habe die meisten Materialien aus den Archiven besorgt, berichtete Popa, die die Schüler dann in den vergangenen zwei Wochen aufbereiteten. Zu Beginn der Ausstellung gibt es eine Einführung in die Schulgeschichte vom 14. Jahrhundert bis heute. Auf den übrigen Tafeln werden die wichtigsten Schulen der Stadt anhand von Fotografien, Statistiken, Grafiken und Zeittafeln vorgestellt.

An erster Stelle steht das heutige Brukenthal-Gymnasium bzw. die ehemalige evangelische Jungenschule als älteste Lehranstalt. Es folgen weitere evangelische Schulen, das als staatliches Jungengymnasium gegründete heutige Gheorghe-Lazăr-Lyzeum, die katholische Mädchenschule im Ursulinenkloster, die ehemalige Franziskanerschule in der Berggasse/Str. Dealului, die nach 1918 gegründeten orthodoxen Schulen sowie die reformierte Schule. Wegen Materialmangels sei die einstige jüdische Schule in der Kürschnergasse/Str. Blănarilor nicht in der Ausstellung aufgeführt, bedauerte Popa.

Parallel zur Ausstellung finden eine Forschungswerkstatt und eine Werkstatt für Museumspädagogik statt. Die Schüler schlüpfen dabei in dieser Woche in verschiedene Rollen: Die einen sind Museologen, andere übernehmen die Aufgaben von Wissenschaftlern, Lehrern, Schauspielern und Journalisten. Angeboten werden unter anderem 13 Führungen für Schulklassen in deutscher und rumänischer Sprache. Insgesamt 15 Gruppen von sechs Schulen mit rund 300 Schülern hätten sich für die Aktivitäten des Archivprojektes angemeldet, so Popa.

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