„Schule anders“ auf der Kirchenburg

Achtklässler der Octavian-Goga-Schule in Holzmengen zu Gast

Donnerstag, 16. November 2017

Aurelia Brecht erklärt die Unterschiede zwischen einer handgeschriebenen und einer gedruckten Bibel.

Hermannstadt – Zusammen mit ihren Schülern saß Monica-Elena Man am vergangenen Donnerstag im Bus nach Holzmengen/Hosman. Auf dem Stundenplan der Achtklässler stand „Schule anders“ und damit ein Ausflug auf die Kirchenburg im Harbachtal zu Franziska Fiedler. An zwei Tagen sollte der Zusammenhalt in der Klasse, bei einem Kommunikationsseminar und einem Töpferkurs, gestärkt werden. Übernachtet wurde im Pfarrhaus. Für die Schüler an der Octavian-Goga-Schule und Klassenlehrerin Man war es nicht der erste Besuch in Holzmengen, schon im Frühjahr 2016 war die Klasse auf der Kirchenburg zu Gast.

Nachdem die Regeln für die kommenden zwei Tage festgelegt worden waren – keine Smartphones bis zum Abend, freundlicher Umgang und möglichst viel Deutsch sprechen – stellte Franziska Fiedler ihre beiden Helfer vor. Aurelia Brecht leitete ein Kommunikationsseminar, in welchem die Kinder in die Zeit von Johannes Gutenberg eintauchten und Ştefan Vaida führte ins Töpferhandwerk ein.

Zwei Gruppen eingeteilt und ab an die Arbeit hieß es bei Ştefan Vaida. Für jeden Schüler gab es ein Stück Ton, welches sich am Ende in eine Kirche, einen Turm oder ein Wohnhaus verwandelt haben sollte. „Vergangenen Winter hatte ich nichts zu tun und habe begonnen, Miniaturgebäude aus Ton herzustellen. Dabei gibt es zwei Vorgehensweisen. Man kann mit der Hand arbeiten, dann sieht es runder aus, ein wenig wie in Disneyland oder man benutzt ein Teppichmesser, um sehr exakt zu arbeiten“, erklärt der Restaurator aus Alzen/Alţâna und fügt an, dass beachtet werden muss, dass sich der Kirchturm beim Brennen noch etwas neigen wird.

Zur gleichen Zeit ist es im vom Kamin gewärmten Aufenthaltsraum still. Es wird gelesen. Mit Aurelia Brecht nehmen die Schüler eine Zeitreise in das Jahrhundert von Johannes Gutenberg vor und lernen die Personen kennen, die mit der Erfindung des Buchdrucks in Verbindung stehen: Enea Silvio Piccolomini, Johannes Fust und Johannes Gensfleisch. Am Ende schreibt jeder noch einen Brief an sich selbst, der natürlich versiegelt und den Schülern zu Weihnachten zugeschickt wird, als Erinnerung an ihre zwei Tage auf der Kirchenburg.
In besonderer Erinnerung wird sicher auch der Abend am Lagerfeuer bleiben, bei dem es leckeres, selbstgemachtes Knüppelbrot zu essen gab.

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