Schutzmaßnahmen bestimmt

Interesse und internationale Konsekrierung für Geopark Anina

Freitag, 13. Juni 2014

Anina - Was der Landesverband der Amateurspeläologen unter der Leitung des Reschitzaers Bogdan Bădescu seit einiger Zeit vorbereitet, hat in der ersten Juniwoche eine internationale Konsekrierung erhalten: eine Reihe von Hochschullehrkräften und Fachleuten der Paläobotanik, Paläontologie und Paläozoologie aus Europa und Kleinasien sowie Studenten der Fakultät für Geologie und Geophysik der Universität Bukarest besuchten das Aninaer Kohlenbecken und die in Nebenräumen des Demokratischen Forums der Banater Berglanddeutschen, Ortsforum Steierdorf, eingerichtete Ausstellung mit hier gemachten paläontologischen Funden, deren Grundstein die Aninaer Marian und Marin Răduca gelegt haben und die mit Exponaten aus der alten Sammlung des Steinkohlentrusts Anina vervollständigt wurde.

Das Ganze geschah im Rahmen des Symposiums „UNESCO International Geological Correlation Program 575 (IGCP)”, das von der Fachfakultät der Bukarester Universität vergangene Woche unter dem Titel „Ober- und unterirdische Habitate und Biogeozönose im südöstlichen Euramerika” veranstaltet wurde. Die Seele der Veranstaltung war der Bukarester Lehrstuhlinhaber, Doz. Dr. Ing. Mihai E. Popa. Zu den Gästen, die, aus diesem Anlass, im Rahmen einer Studienreise in die südlichen Karpaten und an den Donauengpass beim Eisernen Tor auch nach Anina-Steierdorf gelangt waren, gehörten Dr. Christopher Cleal vom National Museum and Galleries of Wales. Dr. Edmund Jarzembowski von Natural History Museum London und den Nationalen Institut für Paläontologie aus Najing, China, Dr. Bogdan Jurkovsek vom Geologischen Institut Sloweniens in Ljubljana/Laibach und Dr. Tea Kolar-Jurkovsek vom Geologischen Institut Sloweniens, Prof. Dr. Hulya Inaner von der Universität Dokuz Eylul aus Izmir (Türkei), Dr. Desa Milutinovic-Djordjevic vom Belgrader Museum für Naturgeschichte und Dr. Ellen Stolle von der Ernst-Moritz-Universität Greifswald.

Neben dem im Aufbau befindlichen Paläontologischen Museum von Steierdorf besuchten die Gäste, begleitet von Bürgermeister Gheorghe Românu und vom Sammler Marian Răduca auch einen Steinbruch, der für seine reichhaltigen Fossilienfunde bekannt ist, sowie den Schacht I des aufgelassenen Kohlenbergwerks Anina. Zur Diskussion kamen während des Besuchs auch Aspekte der Konservierung der paläontologischen, paläobotanischen und paläozoologischen Funde, wobei die anwesenden Museumsmitarbeiter – die international anerkannte Fachleute in diesem Bereich sind – wertvolle Hinweise für den Aufbau des neuen Museums für Paläontologie von Anina gaben. Viele der Anwesenden sahen in den einzigartigen Fossilienfunden von Anina, die erst jetzt dem breiten Publikum nach und nach bekannt gemacht werden sollen, einen der Schlüssel zur postindustriellen Entwicklung des Aninaer Kohlenbeckens.

Bürgermeister Românu gab bekannt, dass der Stadtrat von Anina diese Ansätze erkannt habe. Zum Beweis habe dieser bereits mehrere Beschlüsse gefasst, durch welche die interessantesten Fundstellen von Fossilien und pläontologischen Artefakten unter Schutz gestellt wurden, was er als „ ein erster Schritt zur Gründung des Geoparks Anina” bezeichnete.

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