Schutzmaßnahmen gegen Bären

Kreispräfekt setzt dafür einen Fachausschuss ein

Freitag, 10. November 2017

Kronstadt – Der Kronstädter Kreispräfekt Marian Rasaliu hat die Gründung eines Ausschusses beschlossen, der Schutzmaßnahmen gegen Bären, Wölfe und Wildscheine treffen soll.

In diesem Ausschuss vertreten sind die Bürgermeister der Ortschaften, wo solche Probleme in den letzten Wochen aufgetreten sind, die Verwalter der Forst- und Jagdreviere, Mitarbeiter der Umweltschutzgarde sowie des Inspektorates für Forst und Jagd und des Institutes für Waldbewirtschaftung (ICAS). Vor allem von den Verwaltern der Forstreviere und den Jägern erwartet der Präfekt eine genaue Überprüfung der Art und Weise, wie und wo Bären die Wälder verlassen und sich den menschlichen Siedlungen nähern. Die Hetzjagden, die vor einiger Zeit organisiert wurden, um Bären aber auch Wildschweine und Wölfe zurück in die Wälder zu treiben, scheinen nicht die erwartete Wirkung gebracht zu haben.

Rasaliu sagte, dass als letzte Alternative, mit Genehmigung des Umweltministeriums auch der Abschuss mancher besonders gefährlichen Bären erwogen werden muss. In den letzten zwei Jahren wurden keine Bären abgeschossen, so dass die Bärenpopulation stark gewachsen sei. Seitens der Forstregie „Kronstadt“ wurden auch Zahlen genannt: auf den 12.500 Hektar, die diese Regie verwaltet, sollen rund 100 Bären leben, wobei gute Lebens- und Futterbedingungen lediglich für 20 Bären vorhanden seien.

Vom Umweltministerium ist nun das Abschießen zweier Bären im Kreis Kronstadt genehmigt worden: einer, der in der Ortschaft Sebeş am Fuße der Fogarascher Berge in mehreren Haushalten Schaden angerichtet hatte und ein zweiter, der im Raum Zărneşti ein aggressives Verhalten aufweist. Ein weiterer Antrag liegt für den Abschuss eines Bären vor, der in Hârseni einen Jugendlichen angegriffen hatte und von dem weitere solche Angriffe erwartet werden. Auch seitens der Forstregie „Kronstadt“ liegen mehrere Anträge auf Abschussfreigabe vor, die von den Umweltbehörden gegengezeichnet werden sollen, um dann zur Genehmigung nach Bukarest geschickt zu werden. Es handelt sich um Bären, die im Raum Bolnoc-Dâmbu Morii, im Kronstädter Burggrundviertel und zuletzt sogar in der Nachbarschaft eines Großkaufzentrums in der Bukarester Straße gesichtet wurden.

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