Schwäbisches Kirchweihfest in Palota

Auch Gäste aus Italien waren angereist

Montag, 22. Juni 2015

Gottesdienst in zwei Sprachen

Kranzniederlegung am Denkmal des Gemeindegründers

Aufmarsch durch die Gemeinde

Mehrere Tanzgruppen beteiligten sich am Fest

Das traditionelle Kirchweihfest in Palota wurde dieses Jahr wieder gefeiert. Am vorigen Sonntag sind ungefähr zweihundert Menschen gekommen, um gemeinsam Kirchweih und das Fest der Schwaben von Palota mitzufeiern. Das Kirchweihfest wird am Gedenktag des Heiligen Antonius von Padua, Schutzpatron der römisch-katholischen Kirche des Dorfes, gefeiert. Das Programm begann schon am Vormittag. Um 10.30 Uhr zogen die verschiedenen Tanzgruppen in Tracht gekleidet vor dem Kulturhaus vorbei durch die Straßen des Dorfes, um die Bewohner zum Kirchweihfest einzuladen. Die musikalische Unterstützung zum Aufmarsch wurde von der Jugendblaskapelle aus Großwardein/Oradea gesichert. Nach dem Aufmarsch folgte um 12 Uhr der Festgottesdienst in der dieses Jahr neu sanierten Kirche. Die Kirche war übervoll. Hauptzelebrant der Festmesse war der hochgeehrter Dekan Kiss Albert. In seiner Predigt zeichnete er ein umfangreiches Bild von dem Leben des Hl. Antonius. Die Gläubigen erfuhren, dass der Hl. Antonius ein Freund des Volkes war und wie ihm von Gott die Macht verliehen wurde, durch seine Predigten die Herzen der Zuhörer zu berühren. Heute könnte man sein Motto so beschreiben: „Gottes Liebe, Frieden und Güte vermitteln”. Das tat er in seinem Leben und heute noch hilft er denen, die darum bitten, diese drei Schätze unter den Menschen auszuteilen. Die Messe verlief in zwei Sprachen, deutsch und ungarisch. Allerdings hat der Ortspfarrer Láber Ferenc am Schluss des Gottesdienstes sich in vier Sprachen (deutsch, ungarisch, rumänisch, französisch) bedankt, dass so viele zum Mitfeiern gekommen sind.

Nach der heiligen Messe folgte eine festliche Kranzniederlegung beim Denkmal des Grafen Johann Maria Philipp Frimont aus Palota, des Dorfgründers. Kränze haben folgende Persönlichkeiten niedergelegt, um nur einige zu erwähnen: der Bürgermeister, Ioan Mărcuţ aus Sântandrei, vom Kreisrat Bihor Vorsitzzender Cornel Popa, vom UDMR Senatorin Biró Rozália,, Végsö András, Vorsitzender des DFD Mühlpetri, Pfarrgemeinderat Palota, Verein von Deportierten aus Palota, Landwirtschaftsgesellschaft Frimont Palota. Eine Besonderheit des diesjährigen Festes war, dass sich unter den Festgästen die Verwandten des Dorfgründers Graf Johann Maria Philipp Frimont befanden. Diese Gäste sind extra für die Kirchweih aus Padua, Italien, angereist. Im Anschluss an die Kranzniederlegung bekamen alle Anwesenden ein sehr feines Mittagessen im Kulturhaus serviert. Nach dem Mittagessen wurde der „Speisesaal“ blitzartig wieder zum Kulturhaus zurückverwandelt, um seine eigentliche Aufgabe zu erfüllen. So konnte man gut gestärkt bald mit dem Kulturprogramm fortfahren. Schon seit Jahren ist dieses Projekt des DFD Großwardein bekannt. Für das bunte Kulturprogramm sorgten die Teilnehmer mit deutschen, ungarischen und rumänischen Volkstänzen bzw. Liedern. Auf der Bühne tanzten Volkstanzgruppen, wie: Plaiurile Crişului Repede aus Sântandrei, eine ungarische Tanzgruppe aus Nagykálló/Ungarn, und weitere deutsche Tanzgruppen des  Forums aus Großwardein, sowohl die Jugendtanzgruppe Regenbogen, als auch die Seniorentanztruppe Enzian, aus Mühlpetri/Petreu die Immerfroh Tanzgruppe und aus Palota die Wilde Rose-Tanzgruppe. Einige Kinder aus der Klasse III.A der Friedrich Schiller- Schule tanzten auch. Der Chor des Forums aus Großwardein sang  deutsche Volkslieder.  Außerdem nahmen auch Mitglieder des Deutschen Forums aus Schwarzwald/Pădurea Neagră an dieser Veranstaltung teil. Gegen Ende des kulturellen Programms  folgte noch eine Versteigerung, deren Hauptgewinn in einem lebendigen Schaf bestand. Das Fest klang mit einem allgemeinen Tanzvergnügen aus.

Ottilia Kellermann
DFD Großwardein

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