Schwäbisches Kirchweihfest in Palota

Viele Kulturgruppen waren dabei

Samstag, 18. Juni 2016

Etwa 300 Teilnehmer waren zur Kirchweih gekommen.

Die Tanzgruppen beteiligten sich am Aufmarsch.

Das Kirchweihfest in Palota, das traditionell jedes Jahr gefeiert wird, fand am vorigen Sonntag, den 12. Juni statt. Es kamen um die dreihundert Menschen zusammen, um gemeinsam Kirchweih, das Fest der Schwaben von Palota, zu feiern.

Das Kirchweihfest besteht darin, dass man den Gedenktag des Heiligen Antonius von Padua, Schutzpatron der römisch-katholischen Kirche des Dorfes, mit einem Festgottesdienst feiert. Anschließend fand eine festliche Kranzniederlegung statt. Nach einem guten Mittagessen folgte das Kulturprogramm mit deutschen Volkstänzen.

Das diesjährige Programm begann kurz nach 10 Uhr am Vormittag. Die aus den Nachbarorten angereisten Tanzgruppen zogen in Tracht gekleidet durch die Straßen des Dorfes, um die Bewohner zum Kirchweihfest einzuladen. Für die musikalische Unterstützung zum Aufmarsch war die Jugendblaskapelle aus Großwardein/Oradea zuständig. Leider konnte wegen des Regens der Aufmarsch nicht zu Ende geführt werden. Bis zum Festgottesdienst um 12 Uhr fanden alle Gäste im Kulturhaus ein Dach über dem Kopf. So konnten alle trockenen Fußes die Festmesse besuchen. Die Kirche war überfüllt. Hauptzelebrant der Heiligen Messe war Károly Bartos, Pfarrer aus Kézdisárfalva /Tinoasa, Kreis Covasna. In seiner Predigt sprach er über das Leben des Hl. Antonius und wie wichtig die Fürbitte dieses Heiligen für uns konkret im Alltag ist und wie sein Lebensbeispiel uns helfen kann. Pfarrer Bartos sprach über seine Erfahrungen mit den Schwaben und ermunterte die Dorfbewohner in Palota, sich ihre Güte und Warmherzigkeit zu bewahren. Pfarrer Bartos Károly betonte die Bedeutung der Muttersprache und Pflege der eigenen Volkssitten. Die Messe verlief zweisprachig auf Deutsch und Ungarisch. Zum Schluss sprach der Ortspfarrer Ferenc Láber Dankesworte sogar in vier Sprachen (deutsch, ungarisch, rumänisch, französisch).

Eine festliche Kranzniederlegung folgte gleich nach der Heiligen Messe. Persönlichkeiten aus Politik und Kirche, so auch der Vorsitzende des Forums, erwiesen am Denkmal dem Grafen Johann Maria Philipp Frimont aus Palota, dem Gründer des Dorfes, ihre Ehre. Folgende Repräsentanten legten Kränze nieder: Ioan Mărcuş, Bürgermeister aus Sântandrei, vom Kreisrat Bihor Cornel Popa, von der Präfektur Kreis Bihor Iulius Delorean, Vorsitzender des UDMR, Jánosi Levente, PNL, Ionel Avrigeanu, vom Vorstand des DFD aus Mühlpetri, vom Vorstand des Deutschen Forums aus Szentjobb / Sâniob Emma Rauch und der Bürgermeister József Molnár, vom Pfarrgemeinderat Palota, der Verein der Deportierten aus Palota, die Landwirtschaftsgesellschaft Frimont Palota. Auch dieses Jahr fanden sich unter den Festgästen Verwandte des Dorfgründers Graf Johann Maria Philipp Frimont.

Nach der Kranzniederlegung begaben sich die Teilnehmer zum Mittagessen in das Kulturhaus, wo anschließend das Kulturprogramm, ein Projekt des DFD Großwardein, geboten wurde.

Das bunte Kulturprogramm eröffnete die Jugendblaskapelle aus Großwardein. Darauf folgten Volkstanzgruppen, wie die Jugendtanzgruppe Regenbogen, die Seniorentanzgruppe Enzian aus Großwardein, die Immerfroh-Tanzgruppe aus Mühlpetri /Petreu und die Wilde Rose-Tanzgruppe aus Palota. Der Chor des Forums aus Großwardein sang unter der Leitung von Hanno Musik erhebende deutsche Volkslieder. Schließlich folgte wie gewohnt die Versteigerung eines Schafes.

Den Tag ließ man als angenehmen Tanzabend ausklingen, bei dem sich alle wohlfühlten.

Ottilia Kellermann

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