Schwarz-Weiß-Fotografie - Stimmungsbilder aus 40 Jahren Hobby-Fotopraxis

Freitag, 15. November 2013

Temeswar - Edmund Höfer, der legendäre Presse- und Kunstfotograf, der jahrzehntelang das Gesicht der einzigen zentralen deutschen Tageszeitung in Rumänien prägte, pflegte zu sagen, „die einzig wahre Fotografie“ sei die Schwarz-Weiß-Fotografie, weil sie niemand die Möglichkeit gibt, seine Ratlosigkeit (Höfer verwendete ein viel härteres Wort) hinter Farbeffekten oder Eindruckshascherei zu verbergen. Getreu dieser Überzeugung (die er mit seinem Lehrmeister, dem Werkfotografen der Reschitzaer UDR-Werke, Moni Heel, teilte), erlaubte sich Höfer höchstens Tönungsexperimente mittels alter Fototechniken und auf selbstpräpariertem Fotopapier. Am kommenden Mittwoch, um 19 Uhr, wird in der „Calpe Gallery“ (Hector-Str. 1) in Temeswar die Ausstellung „...ein halbes Leben...Eindrücke in Schwarz und Weiß...“ mit Schwarz-Weiß-Fotografien von Stephan K. Rambacher eröffnet. Veranstalter der Ausstellung ist das Deutsche Kulturzentrum Temeswar.

Stephan K. Rambacher leitet seit über einem Jahrzehnt bzw. seit dessen Gründung das Werzalit-Werk in Lugosch und hatte auch vorher jahrelang Auslandsniederlassungen deutscher Unternehmen geleitet. Während all seiner Auslandsaufenthalte hat er die SW-Fotografie gepflegt. „Mit 13 Jahren schenkte mir mein Vater meine erste Kamera. Ich hatte damals schon erste Erfahrungen in der SW-Fotografie, entwickelte Filme und vergrößerte die Bilder selbst. Die Möglichkeit, durch die Auflösung der Eindrücke in schwarz-weiß einen starken, hintergründigen Eindruck zu vermitteln, faszinierte mich von Anfang an“, erzählt Stephan K. Rambacher. Mit seinem 50. Geburtstag reifte die Idee heran, eine SW-Fotoserie unter dem Titel „Ein halbes Leben“ zusammenzustellen. Diese gliederte er für die Ausstellung in fünf Bereiche mit jeweils zehn Bildern: „Wege“, „Zeichen“, „Türen“, „Zeit“ und „Augenblicke“. Herausgekommen ist ein Potpourri von „Eindrücken, Stimmungen, Fragen, Zufällen, Zeugnissen und Gefühlen aus über 40 Jahren“, schreibt das Deutsche Kulturzentrum Temeswar zur Ausstellung. Rambacher: „Wenn ich dadurch andere Menschen anspreche und Gedanken wecke, habe ich mehr erreicht, als ich erwarte.“
Die Ausstellung kann bis am 30. November in der Calpe Gallery (täglich 13-19 Uhr, samstags 12-16 Uhr) bewundert werden.

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