Schwarzer Tag an Bukarester Börse

Bankenaktien am stärksten betroffen

Freitag, 21. Dezember 2018

Einen größeren Tagesverlust verzeichnete die Bukarester Börse nur 2009 während der Finanzkrise. Foto: Wikimedia Commons

Bukarest (ADZ) - Die Bukarester Börse hat am Mittwoch einen der größten Tagesverluste ihrer Geschichte verzeichnet. Der Hauptindex BET lag am Ende des Tages 11,21 Prozent im Minus und schloss unter 7500 Punkten, so tief wie seit über einem Jahr nicht mehr. Ein Tagesminus von über 12 Prozent verzeichnete die Börse am 7. Januar 2009. Finanzminister Eugen Teodorovici legte am Dienstag u. a. Pläne für eine „Giersteuer“ für Banken vor, der Eilerlassentwurf enthält aber auch bedeutende Maßnahmen für den Energie- und Telekommunikationssektor sowie für private Rentenfonds. Mit Wertverlusten von knapp 20 Prozent bzw. 16,6 Prozent waren am Mittwoch die Aktien der Banken „Banca Transilvania“ und BRD am stärksten betroffen. Die Aktie der Erste Group, Mutterkonzern der BCR, rutschte in Wien um 8,1 Prozent ab. Ebenfalls stark im Minus lagen Energieaktien, OMV Petrom verlor knapp 13 Prozent.

Präsident Johannis erklärte am Mittwoch, der Eilerlass würde noch nie dagewesene Ideen aufweisen und die Wirtschaft ins Chaos stürzen. Teodorovici warf Johannis vor, er würde sich zum „Anwalt der Reichen“ machen, eine endgültige Form der Verordnung würde erst nach weiteren Diskussionen am (gestrigen) Donnerstag vorliegen.

 

 

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